Stephan Jäger kommt bei der Travelers Championship zum Auftakt zunächst nicht wirklich ins Rollen, dreht mit starken Backnine die Runde aber noch unter Par. Matti Schmid verhagelt sich den Auftakt im TPC River Highlands mit einem späten Triplebogey.
Beim letzten 20 Millionen Signature Event des heurigen Jahres ist Deutschland dank Stephan Jäger und Matti Schmid gleich mit zwei Akteuren vertreten. Der TPC River Highlands präsentiert sich generell ziemlich scorefreundlich, womit es in dieser Woche wohl einen ziemlichen Kontras zur US Open der Vorwoche geben wird. Jäger liegen eigentlich Kurse die zahlreiche Birdies ermöglichen, mit der Par 70 Wiese in Connecticut kam der ehemalige Houston-Champion jedoch noch nicht so wirklich gut zurecht, denn mehr als Mittelfeldplätze wollten bislang noch nicht gelingen.
Matti Schmid nimmt sein zweites Signature Event in Angriff und wird diesmal auch garantiert den Cut schaffen, da sich die Akteure in Cromwell das Mega-Preisgeld ohne gezogene Linie über vier Tage ausspielen. Titelverteidiger ist die Nummer 1 der Welt Scottie Scheffler (USA), wobei beim dem Topturnier klarerweise nahezu die gesamte Weltelite als Konkurrenz wartet. Zum Auftakt sind beide Deutschen gleich mit früher Tee Time unterwegs.
Gleich auf der 1 bringt sich Stephan Jäger etwas in Schwierigkeiten, hat nach verzogenem Drive jedoch keine großen Probleme das Grün zu erreichen. Danach allerdings findet er immer besser in die Runde und legt sich auf der 3 schließlich auch die erste dicke Chance auf, die der Putter aus zwei Metern jedoch noch nicht nützen kann. In Folge nehmen auch die Ungenauigkeiten wieder zu, was zwar noch nicht in einem Fehler mündet, jedoch auch am einzigen Par 5 der Frontnine nichts springen lässt.
Starke Backnine
Kurz vor dem Turn wird ihm eine zu kurze Annäherung in den Grünbunker dann zum Verhängnis, was ihn nach dem ersten Schlagverlust nur bei 1 über Par auf die Backnine starten lässt. Der Probleme nicht genug, muss er auf der 10 nach weiterem verfehlten Fairway gleich den nächsten Fehler notieren, den er am darauffolgenden Par 3 aus drei Metern mit seinem ersten Birdie jedoch auch prompt wieder egalisiert.
Nachdem dann auf der 14 auch aus knapp fünf Metern der Birdieputt fällt und er auf der drivebaren 15 den Abschlag nur knapp vor dem Kurzgemähten parkt, drückt er sein Score mit den nächsten Schlaggewinnen sogar recht rasch erstmals unter Par. Zum Abschluss holt er sich dann auf der 18 auch aus einem Meter noch ein Birdie ab, unterschreibt so sogar noch die 68 (-2) und verschafft sich damit als 26. eine durchaus angenehme Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf.
Schmid nur mit der 72
Zwar findet Matti Schmid mit Pars durchwegs souverän ins Geschehen, Birdie will sich auf den ersten Löchern jedoch noch keines ausgehen. Auf der 4 wird es dann erstmals auch etwas unangenehm, denn nach einem verzogenen Abschlag geht sich das Up & Down zum Par nicht mehr aus. Zwar zeigt er sich einigermaßen unbeeindruckt und stabilisiert sein Spiel sofort wieder, auch weiterhin läuft er jedoch noch vergeblich einem ersten Erfolgserlebnis hinterher. Kaum auf den Backnine angekommen wird es dann sogar wieder ungemütlicher, da er sich aus dem Grünbunker nicht ehr zum Par scramblen kann und so sogar auf 2 über Par abrutscht.
Immerhin kann er erstmals danach am Par 3 der 11 aus einem starken Tee Shot aus zwei Metern Kapital schlagen und bessert den Faux-pas so postwendend wieder aus. Das scheint ihn auch auf den Geschmack zu bringen, geht sich zwei Löcher später doch am einzigen Par 5 der hinteren Neun dank starker Attacke rasch das nächste Birdie aus. Das bringt zusätzlich auch den Putter auf Temperatur, denn aus sieben Metern nimmt er von der 14 gleich den nächsten roten Eintrag mit und drückt sein Score so erstmals sogar in den Minusbereich.
Gar lange hält er sich in diesem jedoch nicht, denn am Par 3 der 16 geht so ziemlich alles daneben was daneben gehen kann. Zunächst wassert er den Teeshot, bringt auch den dritten Schlag nur im Rough unter und marschiert schlussendlich sogar nur mit dem Triplebogey zur 17, wo er sich mit einem Dreiputt gleich den nächsten Fehler einfängt. Zwar geht sich auf der 18 aus zwei Metern dann noch ein Birdie aus, mehr als die 72 (+2) und Rang 60 ist so zum Auftakt jedoch nicht zu holen.
Scottie Scheffler und Austin Eckroat (USA) teilen sich nach 62er (-8) Auftritten die Führungsrolle.
