Martin Kaymer

Deutscher Final-Horror

Martin Kaymer und Stephan Jäger notieren bei der PGA Championship tiefschwarze Finalrunden und kommen im Valhalla GC über Platzierungen jenseits der Top 70 nicht hinaus. Xander Schauffele (USA) feiert seinen ersten Majorsieg der Karriere.

Nach einer 68 (-3) am Donnerstag und einer 72 (+1) am Freitag cuttete Martin Kaymer durchwegs souverän ins Major-Wochenende und gab damit nach längerer Zeit auch wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Am Moving Day spulte der zweifache Major-Sieger dann seine bislang souveränste Runde der Woche ab, denn mit einer makellosen 68 (-3) kletterte er im Klassement um einige Ränge bis ins solide Mittelfeld nach oben.

Zwar liegen die Top 10 vor den letzten 18 Löchern bereits fünf Schläge weit entfernt, mit einer weiteren starken Runde wäre aber bei einem recht dichtgedrängten Leaderboard aber noch einiges möglich. Kommen soll es am Sonntag dann jedoch gänzlich anders.

Gleich zu Beginn macht er sich das Leben einigermaßen schwer, da er nach einer etwas zu langen Annäherung nur suboptimal zur Fahne chippt und den Dreimeterputt zum Par in Folge nicht im Loch unterbringt. Nachdem er sich dann auf der 2 und dem Par 3 der 3 neben dem Kurzgemähten einbunkert, hat er prompt die nächsten Bogeys auf der Scorecard kleben. Nur kurz kann er sein Spiel dann stabilisieren, bis auf der 6 und der 8 die nächsten Bälle versanden und er so bereits auf 5 über Par zurückfällt.

Erst zu Beginn der letzten neun Löcher fällt dann am Par 5 der 10 aus vier Metern auch der erste Birdieputt. Turnaround stellt das Erfolgserlebnis jedoch nicht dar, denn schon auf der 13 muss er nach einem Wasserball das sechste Bogey des Tages einstecken und schlittert gleich danach mit dem nächsten eingebunkerten Abschlag am Par 3 noch weiter retour.

Auf den letzten Bahnen fängt er sich dann zwar wieder und holt sich am Par 5 der 18 auch noch ein Birdie ab, mehr als eine 76 (+5) geht sich so am Sonntag jedoch nicht aus, was ihn am Ende nur auf Platz 73 einreiht.

Jäger nur mit der 78

Stephan Jäger

stemmte nach Auftritten mit 70 (-1) und 71 (Par) Schlägen ebenfalls den Cut und sorgte so für eine aus deutscher Sicht hundertprozentige Cut-Ausbeute. Am dritten Spieltag lief dann lange Zeit so überhaupt nichts in seine Richtung, erst nach dem Turn fand der Bayer dann den gesuchten Rhythmus und kämpfte sich mit bärenstarken Frontnine sogar noch zu einer 70 (-1). Vom 60. Platz aus will er am Sonntag eigentlich den Schwung der letzten Löcher mitnehmen, allerdings geht von Beginn an so ziemlich alles schief was schiefgehen kann.

Stephan JägerGleich der Start geht gründlich daneben, nachdem er auf der 1 das Fairway nicht findet und sich so prompt das erste Bogey einfängt. Danach agiert er zwar von Tee bis Grün sehr solide, kann auf den darauffolgenden Löchern jedoch vorerst noch keinen Konter setzen. Auf der 6 wird es dann sogar wieder unangenehm, da er sich nach einer zu kurzen Annäherung nicht mehr zum Par scramblen kann und so auf bereits 2 über Par für den Tag abrutscht.

Des Schlechten nicht genug stolpert er am Par 5 der 7 dann nach Wasserball sogar in ein Doppelbogey und steckt damit endgültig im Leaderboard-Keller regelrecht fest. Erst danach bringt er erstmals etwas Stabilität ins Spiel, bis er sich auf der 13 und der 15 mit den nächsten Ausflügen ins H2O die nächsten Doubletten umhängt. Am Schlussloch geht sich dann zwar doch noch ein Birdie aus, mit der 78 (+7) beendet er das Major jedoch nur auf Rang 76.

Schauffele behält die Nerven

Anders als in der Vorwoch, wo Xander Schauffele am Finaltag noch von einem entfesselnd aufspielenden Rory McIlroy (NIR) geschlagen wurde, behält der Kalifornier diesmal die Nerven. Am Schlussloch stopft er sogar einen enorm stressigen Zweimeterputt zum Birdie und der 65 (-6), womit er Bryson DeChambeau (USA) (64) bei gesamt 21 unter Par noch um einen Schlag distanziert und so seinen ersten Majortitel der Karriere feiert.

Leaderboard PGA Championship

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