Schlagwort: martin kaymer

Nur knapp geschlagen

ITALIAN OPEN – FINAL: Sebastian Heisele und Martin Kaymer mischen bis zuletzt im Titelkampf mit und müssen sich schließlich nur knapp geschlagen geben. Generell präsentieren sich die deutschen European Tour Vertreter in dieser Woche geschlossen stark.

Sebastian Heisele brachte sich am Samstag mit einer 66 (-6) noch voll ins Titelrennen und will am Sonntag nun klarerweise alles daran setzen mit schnellen Birdies rasch zur Spitze aufzuschließen. Auch Martin Kaymer wusste mit Birdie-Birdie-Eagle Finish und der 68 (-4) zu überzeugen und hat ebenfalls noch Außenseiterchancen auf den ganz großen Wurf.

Sebastian Heisele muss zwar gleich auf der 1 nach einem verzogenen Abschlag ein Bogey einstecken, bessert dieses am darauffolgenden Par 3 aber sofort aus und gibt sich so auch selbst die Initialzündung, denn mit weiteren roten Einträgen auf den beiden Par 5 Löchern der Frontnine bleibt er in angenehmer Lauerstellung zum Führungsduo. Mit einem weiteren roten Eintrag am Par 5 der 11 leuchtet sein Name dann sogar erstmals in geteilter Führung auf, allerdings kommt in Folge Laurie Canter immer besser in Schwung und zieht das Tempo doch spürbar an.

Ein Bogey auf der 13 macht sich so doppelt bitter bemerkbar. An der Spitze zieht jedoch dennoch niemand merkbar davon und nach einem sensationellen Schlag aus dem Rough ergibt sich für Sebastian auf der 18 sogar noch die Eaglechance. Diese verwertet er jedoch nicht und unterschreibt nach dem Birdie die 69 (-3) womit er sich am Ende bei gesamt 18 unter Par und als 4. über ein ganz starkes Turnier freuen darf.

Nur knapp dahinter

Martin Kaymer benötigt am Sonntag nicht lange um richtig ins Rollen zu kommen, denn schon die 3 und das darauffolgende Par 5 halten die ersten Birdies bereit. Zwar tritt er sich danach am Par 3 auch ein Bogey ein, dieses stachelt Deutschlands Nummer 1 sichtlich aber nur zusätzlich an, denn dank Birdies auf der 6 und der 9 bleibt er weiterhin in Schlagdistanz zur Spitze. Mit solidem Spiel bleibt er gut mit dabei, erst ein zu kurzer Chip am Par 3 der 14 kostet ihm dann einen Schlag, womit der Abstand zur Spitze unangenehm anwächst.

Canter und McGowan straucheln sich jedoch weiterhin über den Finaltag, allein Kaymer kann die sich bietende Möglichkeit mit weiteren Birdies nicht wirklich ausnützen. Erst das abschließende Par 5 hält noch einen Schlaggewinn bereit, was ihn die 68 (-4) unterschreiben lässt. Damit verpasst er einmal mehr heuer nur knapp den ganz großen Wurf und baut seine Top 10 Serie – keiner auf der European Tour hat heuer mehr Spitzenresultate als der zweifache Major Champion – mit einem 5. Rang weiter aus.

Alles Rot

Hurly Long fightet am Sonntag wie ein Löwe, denn der Italian Challenge Champion muss auf seinen ersten neun Bahnen bereits ein Doppelbogey und ein Bogey notieren, kommt dank zweier Birdies und eines Eagles aber sogar im Minusbereich auf den Backnine an. Diese verlaufen dann deutlich entspannter, wohl auch, weil der 25-jährige mit einem weiteren Birdie auf der 10 sogar einen roten Doppelpack rund um den Turn schnüren kann. Nach ereignisarmen Bahnen drückt er am Ende noch einmal aufs Tempo und darf sich mit zwei abschließenden Birdies und der 68 (-4) mit Rang 16 über ein durchaus achtbares Abschneiden freuen.

Marcel Schneider bastelt wahrlich kunterbunte erste neun Bahnen zusammen, denn jedesmal wenn er ein Birdie erzielt, muss er prompt auch den Ausgleich einstecken. Erst nach einem dritten roten Eintrag auf der 6 bleibt er dem zartrosa Bereich bis zum Turn treu. Die Backnine verlaufen dann durchwegs konträr zur ersten Plazthälfte, denn bis auf ein Birdie am Par 5 der 11 will nichts Zählbares mehr auf die Scorecard wandern, weshalb er sich am Ende mit der 70 (-2) zufrieden geben muss, die ihm angesichts der guten Scores sogar wenige Ränge kostet und ihn am Ende auf Platz 39 einreiht.

Nicolai von Dellingshausen macht von Beginn an klar, dass die 75 vom Vortag nur ein Ausrutscher war, denn bereits ab der 3 drückt er gehörig aufs Tempo und sammelt noch auf den Frontnine vier Birdies auf. Nach dem Turn schleicht sich dann aber der Fehlerteufel ein und radiert ihm mit gleich drei Bogeys viel herausgeholtes wieder aus. Damit will sich der 27-jährige aber nicht zufrieden geben und sammelt auf der 16 und der 18 noch späte Birdies auf, was ihm mit der 69 (-3) und Rang 55 ein durchaus versöhnliches Ende beschert.

Ross McGowan hat schließlich das bessere Ende für sich, nachdem er auf der 18 einen sehenswerten Birdieputt aus etwa fünf Metern locht und so mit der 71 (-1) und bei gesamt 20 unter Par Laurie Canter und Nicolas Colsaerts (BEL) noch auf Rang 2 verdrängt.

Leaderboard Italian Open

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Voll im Rennen

ITALIAN OPEN – 3. RUNDE: Sebastian Heisele mischt nach einer 66 im Chervo GC voll im Titelrennen mit. Auch Martin Kaymer hat noch durchaus gute Chancen auf den ganz großen Wurf.

Deutschlands European Tour Vertreter präsentieren sich in Italien bislang geschlossen stark, denn nicht ein einziger der fünf blieb nach den ersten beiden Runden auf der Strecke. Martin Kaymer und Sebastian Heisele haben überhaupt richtig gute Chancen auf Spitzenplätze, gehen doch beide aus den Top 10 ins Wochenende. Auch Nicolai von Dellingshausen darf sich bei nur zwei Schlägen Rückstand auf die Topränge noch einiges ausrechnen.

Sebastian Heisele muss sich an der Seite von Titelverteidiger Bernd Wiesberger nicht lange gedulden, ehe auf der 4 das erste Birdie auf die Scorecard wandert. Zwar radiert er sich dieses sofort wieder aus, kommt dank eines weiteren Par 5 Birdies jedoch im leicht geröteten Bereich auf den Backnine an. Dort erhöht er die Schlagzahl dann aber vehement und sammelt von der 11 bis zur 15 im Zwei-Loch-Rhythmus drei Birdies auf, die ihn deutlich nach vorne pushen. Da sich dann auf der 18 noch dazu mit einem sehenswerten Putt ein Eagle ausgeht und er so die 66 (-6) unterschreibt, mischt er sogar als 4. voll im Titelrennen mit.

Bärenstarkes Finish

Schon früh sammelt Martin Kaymer im aufkeimenden Wind zur Mittagszeit auf der 3 ein erstes Birdie auf und zeigt auch danach fehlerloses Golf. Standegemäß geht sich dann auch am Par 5 der 6 – wie schon an den Tagen zuvor – wieder ein roter Eintrag aus, der ihn in den Top 10 hält. Kaum auf den Backnine angekommen bremsen ihn dann zwei Bogeys jedoch heftig ein und kosten ihm auch wieder etliche Ränge im Klassement. Erst gegen Ende drückt Deutschlands Nummer 1 noch einmal spürbar aufs Tempo und bringt sich mit zwei Birdies und einem Eagle auf der 18 dank der 68 (-4) als 8. sogar wieder ins Titelrennen.

“Es war heute schwieriger zu spielen als an den Tagen zuvor, denn heute ging es eher darum sich überhaupt Chancen zu erarbeiten, was mir auf den ersten 12 oder 13 Bahnen nicht wirklich gelang. Auf der 16 wars ein extrem schlechter zweiter Schlag von mir, aber der Chip-in zum Birdie hat mir das Momentum für die letzten Löcher gegeben. Ich war überrascht, dass sie auf der 18 die Teebox vorverlegt haben, denn das Par 5 ist auch von hinten ohne Weiteres zu erreichen. Nach gutem Drive wars dann ein perfektes Yardage für mein 6er Eisen und aus vier Metern ist Gott sei Dank der Putt rein. Ich bin froh, dass ich jetzt noch mitmischen kann um den Sieg und denke schon, dass ich es drauf hätte”, so Martin Kaymer nach der Runde.

Im Mittelfeld

Hurly Long findet ganz sicher in den dritten Spieltag und setzt von der 4 weg zu einem beeindruckenden Zwischensprint an, denn mit zwei Birdies und einem darauffolgenden Eagle pusht er sich in Windeseile sogar bis unter die Top 10 nach vor. Auf den zweiten Neun schleichen sich dann allerdings auch drei Fehler ein, die er jedoch allesamt mit eben so vielen Birdies egalisieren kann. Nach der 68 (-4) wahrt er, eine gute Schlussrunde vorausgesetzt, als 26. die Chance auf ein Topergebnis.

Wie schon an den vorangegangenen Tagen präsentiert sich Marcel Schneider auch am Samstag wieder unglaublich sicher. Ohne jeglichen Wackler absolviert er die Frontnine und nimmt von jedem der beiden Par 5 Löcher Birdies mit. Kaum auf den Backnine angekommen fungiert ein Bogey auf der 10 jedoch nahezu wie eine Handbremse und staucht den Vorwärtsdrang doch spürbar zusammen. Erst gegen Ende findet er wieder den Rhythmus und marschiert mit drei abschließenden Birdies noch zur 68 (-4), die ihn als 33. etliche Ränge gutmachen lässt.

Nicolai von Dellingshausen findet keinen Rhythmus und häuft schon auf den Frontnine Schlagverluste an. Nach dem Turn findet er dann zwar auch Birdies, deren vier können drei Bogeys und gleich zwei Doppelbogeys aber in keinster Weise auffangen, weshalb er mit der 75 (+3) viele Ränge einbüßt und sich erst auf Rang 62 wieder einpendelt.

An der Spitze setzt sich mit Laurie Canter (69) und Ross McGowan (67) bei 19 unter Par ein englisches Duett etwas vom Rest des Feldes ab.

Leaderboard Italian Open

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Vielversprechend

ITALIAN OPEN – 2. RUNDE: Martin Kaymer und Sebastian Heisele gehen im Chervo GC aus den Top 10 ins Weekend. Generell präsentieren sich alle fünf deutschen Spieler richtig stark und lassen in Sachen Cut nichts anbrennen.

Zum Auftakt brachten alle Deutschen Vertreter knallrote Runden zum Recording und liegen somit geschlossen auf Cutkurs. Dennoch heißt es auch am Freitag weiterhin den Fuß voll am Gaspedal lassen, denn bei den generell sehr guten Scores werden weitere gute Runden notwendig sein um nicht auf der Strecke zu bleiben.

Martin Kaymer zeigt sich gleich von Beginn an mit zwei Birdies in absoluter Spiellaune und orientiert sich so sofort deutlich nach vor. Auch danach hat er sein Visier messerscharf eingestellt, überredet beide Par 5 Bahnen zu weiteren Schlaggewinnen und kommt so beim Zwischenstand von 4 unter Par auf den Backnine an. Das starke ausbalancierte Spiel zieht er bei immer diffuser werdenden Lichtverhältnissen auch auf den Backnine konsequent durch, bleibt die gesamte Runde über fehlerlos und sammelt dabei noch zwei weitere rote Einträge auf. Mit der 66 (-6) knackt Deutschlands Nummer 1 sogar noch die Top 10 und geht so als 8. aus mehr als nur verheißungsvoller Position ins Wochenende.

Sebastian Heisele wirkt nach seiner starken Auftaktrunde sichtlich motiviert und findet sich auch am Freitag wieder rasch gut zurecht, wie ein Par 5 Birdie auf der 4 beweist. Da sich auf der zweiten langen Bahn dann sogar ein Eagle ausgeht und er noch vor dem Turn auch die 9 zu einem roten Eintrag überreden kann, dockt er schon zur Halbzeit an den Top 10 an. Diese knackt er mit seinem bereits fünften herausgeholten Schlag dann auf der 11, muss allerdings am Par 3 der 14 auch den ersten und einzigen Fehler am Freitag hinnehmen. Mit einem Erfolgerlebnis auf der 16 bessert er aber auch diesen Faux-pas noch aus, steht so schließlich mit der 67 (-5) wieder im Ziel und hat vor dem Wochenende als 8. ein Topergebnis regelrecht zum Greifen nah.

Ebenfalls richtig stark

Nicolai von Dellingshausen beginnt die zweite Runde mit einem anfänglichen Birdie gleich absolut nach Maß und zeigt auch in Folge starkes Golf. Auf der 6 und der 7 belohnt er sich für das sehenswerte Spiel mit den nächsten roten Einträgen und orientiert sich so klar in die richtige Richtung. Nach dem Turn entwickelt sich das Spiel durchwegs ereignisärmer, denn nahezu reihenweise notiert er die Pars auf die Scorecard. Lediglich die 16 lässt noch ein weiteres Birdie springen, womit der 27-jährige mit der fehlerlosen 68 (-4) und als 31. mit guten Chancen auf ein Topergebnis ins Wochenende startet.

Hurly Long hat nach einem frühen Birdie-Bogey Intermezzo einige Schwierigkeiten so richtig auf die Birdiespur abzubiegen. Erst nach dem Turn kommt der Champion der Italian Challenge so richtig ins Rollen und sammelt bis zum Ende seiner Runde noch drei Birdies auf, was in der zweiten 69 (-3) mündet, was ihn als 45. ins Wochenende starten lässt.

Marcel Schneider hat am Freitag etwas Mühe so richtig ins Laufen zu kommen, denn auf der scorefreundlichen Wiese am Gardasee bleibt er zwar auf den Frontnine fehlerlos, findet aber lediglich am Par 5 der 6 ein einsames Birdie. Erst auf der 12 lässt er dieses nicht mehr allein und kreist mit seinem zweiten roten Eintrag einen weiteren Score ein. Wie schon am Vortag wird ihm allerdings das Par 3 der 14 zum Verhängnis, den Fehler kann er auf der 17 (Par 3) aber noch ausbessern. Nach der 70 (-2) darf der 30-jährige als 54. mit dem Wochenende planen.

Laurie Canter (ENG) verteidigt seinen Platz an der Sonne. Der Engländer packt auf seine 60er Auftaktrunde eine 68 (-4) drauf und diktiert nach den ersten beiden Runden bei gesamt 16 unter Par das Tempo.

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Modefarbe: Rot

ITALIAN OPEN – 1. RUNDE: Deutschlands European Tour Vertreter legen im Chervo GC durch die Bank einen knallroten Start hin. Sebastian Heisele und Nicolai von Dellingshausen dürfen sich sogar über 68er Runden freuen.

Am Gardasee, einem der Deutschen liebsten Urlaubsziele, gehen Martin Kaymer, Sebastian Heisele, Hurly Long, Marcel Schneider und Nicolai von Dellingshausen auf Birdiejagd. Vor allem Martin Kaymer, der gemeinsam mit Lee Westwood, Matt Wallace und Titelverteidiger Bernd Wiesberger die Big Names des Turniers sind, hat einiges vor. Mit 5 Top 10 bei 11 Starts auf der heurigen European Tour ist Deutschlands Nummer 1 der beständigste Spieler weit oben am Leaderboard. Nur der längst überfällige erste Sieg seit 6 Jahren wollte bislang noch nicht gelingen. Zum Auftakt allerdings bringen zwei andere Deutsche noch tiefere Runden als die ehemalige Nummer 1 der Welt zum Recording.

Sebastian Heisele muss sich zwar wegen frühmorgendlichen Nebels zunächst eine halbe Stunde länger gedulden als eigentlich vorgesehen, findet sich auf den Backnine aber rasch sehr gut zurecht und sammelt auf der 12, der 15 und der 18 gleich drei Birdies auf, die ihn von Beginn an weit vorne mitmischen lassen. Die 1 bremst ihn dann zu Beginn der Frontnine zwar mit dem ersten Bogey etwas ein, der 32-jährige lässt sich vom Fehler aber nicht beirren und bleibt seinem Gameplan weiterhin treu, der ihm von beiden Par 5 Bahnen der vorderen Platzhälfte noch Birdies einbringt. Mit der 68 (-4) legt der großgewachsene Deutsche als 28. einen gelungenen Start ins Turnier hin.

Ebenfalls auf Cutkurs

Martin Kaymer zeigt sich auf seinen ersten neun Bahnen in Italien von der ganz sicheren Seite. Gleich auf der 11, seiner zweiten Bahn und dem ersten Par 5, sammelt er das erste Birdie auf und legt kurz vor dem Wechsel auf die vordere Platzhälfte am zweiten langen Loch ein weiteres Birdie nach. Dieses gibt er dann kaum auf den Frontnine angekommen zwar postwendend wieder aus der Hand, egalisiert den Faux-pas jedoch zwei Bahnen später und krallt sich am Par 5 der 6 das bereits vierte Birdie des Tages. Unaufgeregt spult der zweifache Major-Champion die verbleibenden Löcher ab und darf sich so mit der 69 (-3) und als 50. über einen recht brauchbaren Start freuen.

Hurly Long beginnt mit einem schnellen Birdie am Par 3 der 2 richtig gut und kann am Par 5 der 6 sogar weiter nachlegen. Danach allerdings wird es etwas shaky in seinem Spiel, denn gleich, zwei Bogeys in Folge radieren ihm die beide roten Einträge in Windeseile wieder aus. Mit einem Birdie auf der 9 beendet er die Schwächephase aber noch vor dem Turn gekonnt. Auf den zweiten Neun zeigt er dann einmal mehr, dass er zum absoluten Italien-Spezialisten wurde, denn der Sieger der Italian Challenge vor wenigen Wochen stockt sein Birdiekonto auf der 11 und der 13 noch weiter auf und marschiert so schließlich mit der 69 (-3) zum Recording, was ihn wie Martin Kaymer in eine brauchbare Position für den weiteren Turnierverlauf bringt.

Marcel Schneider hat am Nachmittag einige Schwierigkeiten richtig ins Spiel zu finden, wie eine Parserie gefolgt von einem Bogey auf der 14 beweist. Erst am Par 3 der 17 gibt er sich mit dem ersten Birdie selbst die Initialzündung, wie ein weiterer roter Eintrag danach zum Doppelpack beweist. Auf den vorderen neun Bahnen zeigt er dann fehlerloses Golf und kann von beiden der verbleibenden Par 5 Löcher noch Birdies entführen. Am Ende steht er auch er schließlich mit einer 69 (-3) wieder im Clubhaus und liegt so ebenfalls klar auf Cutkurs.

Nicolai von Dellingshausen lässt bei den tiefen Verhältnissen zwar auf seinen ersten neun Löchern nichts anbrennen und darf sich auch schon auf der 11 über ein schnelles Birdie freuen, weitere rote Einträge wollen aber zumindestens vor dem Turn keine gelingen. Auf der 3 tritt er sich sogar den scoretechnischen Ausgleich ein, der ihn allerdings sichtlich so richtig anstachelt, denn gleich danach stopft er zunächst den Eagleputt und garniert den Adler mit zwei weiteren Birdies danach. Zwar muss er auf der 17 einen Schlag wieder abgeben, mit der 69 (-3) befindet er sich aber in guter Deutscher Gesellschaft.

Laurie Canter (ENG) spielt am Donnerstag in einer ganz eigenen Liga. Der Engländer schrammt nur hauchdünn an einer 59 vorbei und diktiert mit der 60 (-12) unangefochten das Geschehen.

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Formkurve stimmt weiterhin

BMW PGA CHAMPIONSHIP – FINAL: Martin Kaymer beendet das European Tour Flaggschiff-Event im Wentworth GC mit einer 68, zeigt damit, dass die Formkurve weiterhin klar in die richtige Richtung zeigt und legt darüber hinaus auch in Sachen Top 10 eine Punktlandung hin.

Martin Kaymer spielte sich von Tag zu Tag mit Runden von 68 und 69 Schlägen im unterkühlten Wentworth immer besser in Szene. Deutschlands Nummer 1 pushte sich bei der BMW PGA Championship mit starker Birdiequote bis knapp an die Top 10 heran und hat somit am Schlusstag gute Karten um beim wichtigsten Golfturnier des Jahres auf europäischem Boden ein Spitzenergebnis einzufahren.

Der Start gelingt mit drei anfänglichen Pars sehr solide und da sich danach am einzigen Par 5 der Frontnine das eingeplante Birdie ausgeht, bleibt er klar in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. In Folge zeigt er zwar sehr sicheres Golf und lässt so gut wie nichts anbrennen, weitere Birdies lassen jedoch die gesamten Frontnine über auf sich warten.

Kaum auf den zweiten Neun angekommen überredet er dann aber das Par 3 der 10 und krallt sich so sein zweites Birdie, dass er allerdings mit seinem ersten Fehler gleich danach auch prompt wieder verspielt. Lange muss er jedoch nicht Trübsal blasen, da sich schon am Par 5 der 12 wieder ein roter Eintrag ausgeht.

Da er auch das Par 3 der 14 am Sonntag perfekt im Griff hat, geht sich endgültig der Sprung in die Topränge aus. Da er zum Abschluss auch von der 18 noch ein Birdie entführen kann, marschiert er schließlich mit der 68 (-4) ins Ziel und legt so als 10. in Sachen Top 10 eine Punktlandung hin.

Nach dem eher durchwachsenen Auftakt kann sich Deutschlands Nummer 1 mit dem Abschneiden beim European Tour Flaggschiff-Event wohl durchaus zufrieden zeigen und untermauert, dass seine Formkurve im Großen und Ganzen weiterhin in die richtige Richtung zeigt. Kommende Woche legt der zweifache Major-Champion nun eine Pause ein, ehe er in in Italien wieder zu den Golfschlägern greifen wird.

Tyrrell Hatton (ENG) lässt am Finaltag nichts mehr anbrennen. Der Engländer marschiert mit einer 67 (-5) über die Ziellinie und triumphiert so bei gesamt 19 unter Par eindrucksvoll mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf Victor Perez (FRA). Für Hatton ist es damit der bereits dritte Rolex Series Sieg seiner Karriere.

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Mit starker Birdiequote

BMW PGA CHMPIONSHIP – 3. RUNDE: Martin Kaymer klettert mit 6 Birdies und der 69 ein weiteres Stück hoch am Leaderboard und hat als 14. die Top 10 vor Augen.

Martin Kaymer fand am Freitag den notwendigen Rhythmus und marschierte mit einer 68 deutlich im Klassement nach vor. Zwar startet er nach der zähen Auftaktrunde nur aus dem Mittelfeld ins Wochenende, die Topergebnisse sind jedoch noch keineswegs außer Reichweite.

An einem windigen und eiskalten Samstag kann sich Martin Kaymer für das überlange Eröffnungsloch nicht erwärmen und beginnt gleich mit einem Bogey seinen Arbeitstag. Auch am zweiten überlangen Par 4 in der Anfangsphase, der 3, gibt der Düsseldorfer einen Schlag ab. Am ersten Par 5, dem leichtesten Golfloch von Wentworth, gelingt das wichtige erste Birdie. Auch die nächste gute Birdiechance, die sich am 8. Grün ergibt, wird genutzt. Nach einem wichtigen Par am allerschwersten Loch erreicht der einzige Deutsche im Finale den Turn in Even Par: das reicht bereits um ein paar Ränge gutzumachen.

Auf die leichteren Back 9 schwingt sich Deutschlands Nummer 1 mit einem starken Eisen und gelungenem Birdieputt. Das Par 3 der 11 bleibt sein Lieblingsloch, nachdem es den dritten Tag in Folge das Birdie spendiert. Am folgenden Par 5 ist der Birdie-Dreierpack dann erfolgreich geschnürt. Die heiße Phase endet mit dem Bogey an der 13, die ihm schon am Vortag einen Schlag gekostet hatte.

Stilvoll setzt Kaymer den Schlusspunkt mit seinem 6. Birdie am Schlussloch und zählt nach der 69 (-3) als 14. zu den Gewinnern vom Moving Day.

Hatton in Pole-Position

Von den Problemen seiner britischen Kollegen Matthew Fitzpatrick (76) und Shane Lowry (74) profitiert vor allem Tyrrell Hatton, der seine Chancen auf den Par 5 mit Eagle und zwei Birdies eiskalt ausnutzt. Mit der besten Runde in der Spitzengruppe von 68 Schlägen pusht sich der Turkish Open-Champion auf 14 unter Par hoch und nimmt damit gleich drei Schläge Guthaben auf die schärfsten Verfolger mit in den Schlusstag. Zudem sind der Däne Joachim B. Hansen und der Franzose Victor Perez auf seinen Fersen nicht gerade Schwergewichte. Tommy Fleetwood und Patrick Reed müssen dagegen als geteilte Vierte bereits vier Schläge aufholen.

Leaderboard BMW PGA Championship

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Deutlich nach vor

BMW PGA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Martin Kaymer marschiert am Freitag mit einer 68 deutlich nach vor und wahrt vor dem Wochenende so sogar die Chance auf ein Topergebnis. Max Kieffer zittert im Wentworth GC vergeblich um den Cut.

Martin Kaymer und Max Kieffer verpassten zum Auftakt rote Runden, was beide einigermaßen unter Zugzwang bringt. Kieffer liegt zwar zumindestens noch auf Cutkurs, Raum für Fehler hat er jedoch keinen. Kaymer musste sich überhaupt mit einer 73 begnügen und muss somit am zweiten Spieltag bereits zulegen, will er nicht erneut wie schon in Schottland letzte Woche wieder am Cut scheitern.

Martin Kaymer findet sich am Freitag Nachmittag bei besten Scoringbedingungen sofort perfekt zurecht und kann schon von der anspruchsvollen 1 das erste Birdie entführen. Auch danach zeigen sich Parallelen zum Vortag, denn nach weiteren Birdies auf der 4 und der 5 gelingt erneut ein mehr als nur guter Start in den Spieltag.

Deutschlands Nummer 1 lässt auch danach den Fuß vehement am Gaspedal, zündet auch auf der 6 ein richtig starkes Eisen und lässt sich die nächste Birdiechance nicht entgehen, womit er sogar bereits an den Top 20 anklopft. Die 7 bremst den Vorwärtsdrang dann jedoch mit dem ersten Bogey recht abrupt ab, was auch wieder Gedanken an die Auftaktrunde aufkommen lässt, wo er ebenfalls nach starkem Beginn deutlich zurückfiel. Diese scheint er sichtlich nicht aus dem Gedächtnis verbannen zu können, denn mit einem weiteren Fehler kurz vor dem Turn, muss er wieder ein paar Federn lassen.

Fehler ausgebügelt

Diesmal allerdings stabilisiert er sein Spiel nach den beiden Fehlern wieder und biegt mit einem Birdie auf der 11 wieder in die richtige Richtung ab. Die abwechslungsreiche Runde findet auch danach ihre Fortsetzung, denn ein weiterer Fehler auf der 13 bremst ihn erneut etwas ab. Wieder allerdings lässt der Konter nicht lange auf sich warten, wie das bereits sechste Birdie des Tages auf der 15 beweist.

Doch auch damit hat der zweifache Major-Champion noch nicht genug und nimmt auch vom ersten der beiden abschließenden Par 5 Bahnen einen roten Eintrag mit. Zwar will die 18 kein abschließendes Birdie mehr springen lassen, mit der 68 (-4) marschiert die ehemalige Nummer 1 der Welt aber ohne jegliche Probleme ins Wochenende und wahrt als 30. sogar die Chance auf ein Topergebnis.

Vergebliches Hoffen

Max Kieffer beginnt seinen zweiten Arbeitstag gleich mit einem Bogey, was im Nachhinein betrachtet wohl so etwas wie die Richtung ist, die er sich am Freitag selbst vorgibt. Nur kurz flackert mit dem scoretechnischen Ausgleich am Par 5 der 4 Hoffnung auf, mit zwei Doppelbogeys danach begräbt er diese jedoch noch vor dem Turn rasch wieder.

Frei nach dem Motto “Aufgegeben wird nur ein Brief” holt der 30-jährige auf den Backnine aber noch einmal alles aus sich heraus und radiert mit Birdies auf der 12, der 14 und der 15 drei aufgerissene Schläge wieder aus. Da jedoch keines der beiden abschließenden Par 5 Löcher dann noch einen roten Eintrag springen lässt, sitzt er nach der 73 (+1) lange Zeit sprichwörtlich am heißen Stuhl, eher er Gewissheit hat, dass es als 68. hauchdünn nicht fürs Wochenende reicht.

Matthew Fitzpatrick (ENG) und Shane Lowry (IRL) teilen sich bei gesamt 12 unter Par die Führung.

>> Leaderboard BMW PGA Championship

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Nichts Rotes

BMW PGA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Martin Kaymer kommt bei schwierigen Verhältnissen am Vormittag über eine 73 nicht hinaus. Max Kieffer liegt im Wentworth GC mit einer 72 zumindestens auf Cutkurs.

Martin Kaymer und Maximilian Kieffer sind Deutschlands Beitrag beim wichtigsten Golfturnier des Jahres auf europäischem Boden, wenn ab Donnerstag in die BMW PGA Championship abgeschlagen wird. Nach der Absage der Open Championship bleibt den Briten heuer nur noch das Rolex Series-Event von Wentworth um einen golferischen Paukenschlag auf der Weltbühne zu setzen.

Der Herbsttermin erlaubte im Vorjahr wieder Stars wie McIlroy oder Rahm die Teilnahme in Wentworth. Nach Aufhebung der Mindestanzahl an Turnieren schwänzen jedoch heuer beide Europäer aus den Top 10 der Weltrangliste, Rolex Series hin oder her. Titelverteidiger Danny Willett, Lee Westwood, Tyrrell Hatton, Shane Lowry und Martin Kaymer bleibt es daher vorbehalten für den Glanz zu sorgen.

Zum Auftakt hat Martin Kaymer eine frühe Startzeit und findet sich auch durchwegs gut zurecht, denn auf der 9 gestartet geht sich schon auf der 11 das erste Birdie aus, was für einen durchaus schwungvollen Start ins Event sorgt. Auf den Geschmack gekommen gehen sich auch auf der 13 und der 14 Birdies aus, womit er in der frühen Phase sogar den Ton angibt.

Ausgerechnet die beiden Par 5 Bahnen der 17 und der 18 bremsen den schwungvollen Beginn dann aber abrupt ab, denn gleich beide langen Bahnen brummen ihm Bogeys auf, was ihn doch um einige Ränge zurückfallen lässt. Die Probleme reißen auch danach nicht ab, denn auch die 1 kostet einen Schlag und mit dem Bogeytriplepack verspielt er den starken Start endgültig komplett.

Selbst damit endet die Negativspirale aber noch nicht, wie das vierte Bogey in Folge auf der 2 zeigt. Erst danach federt er den Absturz mit Pars etwas ab, wobei die Schlagverlustpause nicht lange währt, da es auf der 6 mit dem nächsten Fehler immer weiter im Klassement retour geht. Zumindestens kann er den letzten Faux-pas postwendend wieder egalisieren, nachdem sich auf der 8 auch das vierte Birdie des Tages ausgeht.

Am Ende steht er mit der 73 (+1) beim Recording, was ihm zwar noch klar so gut wie alle Chancen auf den Cut ermöglicht, nach dem super Start mit den schnellen Birdies kann er sich mit einem 69. Platz aber keinesfalls zufrieden zeigen.

Kein Platz für Fehler

Max Kieffer erwischt es am Nachmittag gleich auf der 9 mit einem anfänglichen Bogey und auch danach agiert er sichtlich in der Form der letzten Woche, als er ebenfalls lange Zeit vergeblich Birdies hinterherlief. Da es sich dann auch auf der 14 noch ein Bogey bequem macht, liegt er bereits unangenehm im Hintertreffen.

Die Birdies lassen auch weiterhin auf sich warten, dafür aber stopft er auf der 19 den fälligen Eagleputt und spielt sich so buchstäblich mit einem Schlag wieder zurück auf Level Par. Zunächst wirkt es aber nicht so, als würde der Adler “Kiwi” wirklich beflügeln, schleicht sich doch auf der 1 prompt der nächste Fehler ein. Erst danach drückt er erstmals das Gaspedal richtig durch und marschiert mit einem Birdietriplepack gehörig im Klassement nach vor.

So schnell der Schwung kam, so schnell ist er aber auch wieder verflogen, denn mit Bogeys auf der 6 und der 7 rutscht er erneut zurück und unterschreibt schließlich “nur” die 72 (Par). Damit befindet sich der 30-jährige zwar noch auf Cutkurs, Raum für Fehler hat er als 47. vor der zweiten Runde aber keinen.

Tyrrell Hatton, Justin Harding (RSA) und Adri Arnaus (ESP) packen zum Start 66er (-6) Runden aus und liegen damit in geteilter Führung.

>> Leaderboard BMW PGA Championship

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Vergebliche Zitterpartie

SCOTTISH OPEN – 2. RUNDE: Martin Kaymer zittert nach einer 70 vergeblich um den Cut. Sebastian Heisele hat ebenfalls keine Chance aufs Wochenende. Max Kieffer hadert im Renaissance Club mit viel zu geringer Birdiequote und scheitert  wie seine Landsmänner ebenfalls am Cut.

Zum Auftakt erwischten die Deutschen eindeutig die schlechtere Seite des Draws, denn alle drei mussten am Donnerstag bereits am Vormittag auf den Platz, wo Wind und Regen für richtig widrige Verhältnisse sorgten. Erst rund um die Mittagszeit verzogen sich die schlechten Bedingungen, was Lee Westwood (ENG) auch mit einer 62 (-9) eindrucksvoll auszunützen wusste. Am Freitag Nachmittag heißt es somit für alle drei mächtig Gas geben, wollen sie sich beim Rolex Series Event ein Stück vom Preisgeldkuchen abschneiden.

Bei deutlich besseren Bedingungen am Freitag – es wird im Schnitt um 1,5 Schläge tiefer gescort, bringt sich Martin Kaymer gleich auf der 1 in die Bredouille. Nach leicht verzogenem Drive kann er am Ende nicht mehr das Par scrambeln und startet so nur mit einem Bogey. Am ersten Par 5 gelingt aber das eingeplante Birdie. Ein starkes Wedge am kurzen Par 3 der 6 befördert den Ball auf zwei Meter zur Fahne und führt zum nächsten Schlaggewinn. Am Par 5 der 7 hat der Düsseldorfer Pech mit einer schlechten Lage im Grünbunker und schafft so nur das Par.

Die starken Eisen tragen auch an der schweren 8. Bahn Früchte: Deutschlands Nummer 1 legt sich die nächste dicke Chance auf und verwertet aus zwei Metern sicher. Zu ungestüm geht er dafür den Birdieversuch an der 9 an, schiebt den Ball fast zwei Meter übers Loch hinaus und wird dafür mit dem Bogey bestraft. Die schwere 11. Bahn stellt Kaymer erneut ein Bein: wieder passen die Schläge ins Grün nicht und aus zwei Metern rollt dann der Par-Putt knapp über die Lochkante – Bogey. Nach starkem Teeshot nimmt er aber vom Par 3 der 14 wieder ein Birdie mit und bringt sich so wieder auf Kurs in Richtung Weekend.

Auch die 16 hat der zweifache Major Champion perfekt im Griff, sammelt am Par 5 das bereits fünfte Birdie des Tages auf und verschafft sich damit erstmals sogar etwas Luft auf die gezogene Linie. Diese wird dann sofort wieder dünner, nachdem er sich am Par 3 der 17 einen Dreiputt gönnt und so prompt wieder genau an die prognostizierte Cutlinie zurückrutscht. Anders als am Vortag, wo er noch ein Doppelbogey auf der 18 einstecken musste, gelingt das Schlussloch diesmal ohne Probleme. Nach der 70 (-1) sitzt er einige Zeit sprichwörtlich am heißen Stuhl, am Ende pendelt sich die Cutmarke aber bei 1 unter Par ein, was ihm als 67. den Weg ins Wochenende knapp versperrt.

Ebenfalls vorbei

Sebastian Heisele setzt sein Birdie-Bogey-Pingpong vom Auftakt auch am Freitag fort. Nach jeweils zwei Birdies und Bogeys tritt der Bayer bis zur Halbzeit auf der Stelle und damit weiterhin exakt an der Cutmarke. Nach dem Turn tritt er sich dann einen Bogeydoppelpack ein, radiert diesen mit zwei Birdies danach aber wieder aus und liegt so bis zum Schluss an der Cutlinie. Wie schon zum Auftakt knöpft ihm das Par 3 der 9 aber auch am Freitag wieder einen Schlag ab und nach der 72 (+1) verpasst auch er als 75. den Sprung ins Wochenende.

Maximilian Kieffer startet mit Birdie am Par 5 der 10 – seinem allerersten Schlaggewinn im Turnier. Der Putter bleibt aber für die schottischen Grüns weiter eiskalt und erlaubt keine weiteren Erfolgserlebnisse. Die 17 knöpft dem Düsseldorfer dann wie zum Auftakt einen Schlag ab. Das läutet auch ziemlich durchwachsene Frontnine ein, denn bis zum Schluss muss er noch drei weitere Schläge abgeben und hat so mit der 74 (+3) und als 108. keine Chance das Wochenende zu erreichen.

Lucas Herbert (AUS) gibt vor dem Wochenende nach Runden von 66 (5) und 65 (-6) Schlägen den Ton an.

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Fein verteilt

SCOTTISH OPEN – 1. RUNDE: Sebastian Heisele, Martin Kaymer und Max Kieffer verteilen sich im Renaissance Club mit Runden von 71, 72 und 73 Schlägen fein über den großteil des Leaderboards.

Die Scottish Open zählt zur illustren Rolex Series der European Tour, die trotz 7 Millionen Dollar Preisgeld nur wenige Eurostars wie Tommy Fleetwood oder Lee Westwood zurück in die Heimat locken konnte. Somit verbessern sich die Chancen auch für die Deutschen auf fettes Preisgeld und Punkte im Race to Dubai.

Sebastian Heisele gönnt sich zunächst ein paar Bahnen Anlaufzeit um sich auf den heftigen Wind einzustellen und hobelt dann gekonnt die frühen zwei Bogeys wieder weg. Nach drei Birdies geht es bereits am 8. Grün ab in die roten Zahlen und in die Spitzengruppe am Leaderboard. Kurz vor dem Turn setzt es dann zwar auch ein weiteres Bogey, Par nach 9 kann sich aber durchwegs sehen lassen.

Auf der 11 rutscht er dann sogar in den Plusbereich ab, findet bei immer besser werdenden Verhältnissen aber rasch die Bremse und verhindert so noch weitere Fehler. Das Par 5 der 16 entpuppt sich dann für den 32-jährigen noch als gewinnbringend und er kann sein Score so sogar wieder auf Level Par zurückdrehen. Nach der 71 (Par) verschafft er sich so als 55. eine recht brauchbare Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf.

Birdies im Finish

Martin Kaymer ist wieder eine Macht auf der European Tour: nach den Plätzen 2 und 3 zuletzt hofft der Düsseldorfer, dass es bei der Scottish Open vielleicht zum ersten vollen Erfolg seit 6 Jahren reichen wird und er dem Österreicher Bernd Wiesberger die erfolgreiche Titelverteidigung vermasseln kann.

Martin Kaymer startet mit Birdie am Par 5 der 10 ideal in die Scottish Open und unterstreicht damit, dass er einiges vorhat. Die Freude darüber währt nur kurz, nachdem der heftige Wind seinen Ball ordentlich zu zwei Bogeys verbläst. Danach stabilisiert Deutschlands Nummer 1 sein Spiel und gleicht am zweiten Par 5 sein Tagesergebnis mit Birdie wieder aus. Am engen Par 4 der 18 mit Out auf der Seite erwischt es Kaymer jedoch mit dem Doppelbogey kapital.

Auch nach der Halbzeit hat Kaymer hart zu kämpfen und gibt auf der 2. Spielbahn einen weiteren Schlag ab. In Folge stabilisiert er aber sein Spiel und kann die sich bessernden Verhältnisse dann auf der 7 auch mit einem weiteren Birdie gewinnbringend nützen. Auf den Geschmack gekommen geht sich auch auf der 8 ein roter Eintrag aus, was schließlich in der 72 (+1) mündet. Als 72. hat er aber damit bereits einen kleinen Rückstand auf die prognostizierte Cutmarke.

Aufholbedarf

Maximilian Kieffer hat die richtige Herangehensweise an die schwierigen Bedingungen: einfach alles in Par spielen, damit hält er sich weit oben am Leaderboard. Erst das Par 3 der 9 entpuppt sich als kleiner Spielverderber und brummt “Kiwi” das erste Bogey auf.

Auch nach dem Turn ist der 30-jährige bei weit besseren Windverhältnissen vergeblich auf der Suche nach dem ersten Birdie und muss parallel dazu auf der 17 sogar noch einen Schlag abgeben, womit er schließlich nur mit der birdielosen 73 (+2) beim Recording steht und sich so als 86. bereits einen uangenehmen Rückstand auf die Cutmarke einbrockt.

Lee Westwood (ENG) diktiert nach einer 62 (-9) das Tempo.

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