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Schlagwort: major

Kurze Debüts

US OPEN – 2. RUNDE: Sowohl Yannik Paul als auch Marcel Schneider verpassen im “The Country Club” von Brookline den Cut und müssen so ihren ersten US Open bereits nach nur zwei Runden wieder den Rücken kehren.

Sowohl Yannik Paul als auch Marcel Schneider wurden im geschichtsträchtigen “The Country Club” zum Auftakt richtiggehend kalt erwischt, denn bei deutlich stärkerem Wind als in den Trainingsrunden hatten die beiden Deutschen im Feld hart zu kämpfen, was scoretechnisch mehr schlecht als recht gelang. Mit Runden von 77 (+7) bzw. 78 (+8) Schlägen starten beide mit deutlichem Rückstand auf die Cutmarke in den Freitag und benötigen wohl eine Runde deutlich unter Par um sich tatsächlich noch einmal ins Gespräch um den Wochenendeinzug bringen zu können.

Obwohl weder auf der 1 noch am Par 3 der 2 die Eisen das anvisierte Ziel finden, startet Yannik Paul die zweite Runde mit anfänglichen Pars und findet so deutlich besser als noch am Donnerstag in die Runde. Nachdem allerdings auch die dritte Annäherung das Kurzgemähte verfehlt, ist das erste Bogey für den US Open Debütanten nicht mehr abzuwenden. Aus der Ruhe lässt er sich vom Faux-pas aber nicht bringen und krallt sich am kurzen Par 4 der 5 trotz eingebunkertem Abschlag aus knapp vier Metern auch das erste Birdie, womit er sein Score recht rasch wieder zurecht rückt.

Mit etlichen Pars macht er danach nichts verkehrt, erst am Par 3 der 11 hat er jedoch wieder Grund zu jubeln, nachdem aus fünf Metern der nächste Birdieputt den Weg ins Ziel findet. So souverän er sich bislang am Freitag präsentierte, so sehr schmerzt schließlich die 14, denn ein knapp überschlagenes Grün und ein zu stark dosierter Chip münden am Ende sogar im Doppelbogey, womit wohl auch die letzte kleine Hoffnung den Cut doch noch zu schaffen, endgültig verflogen ist.

Noch einmal wird es dann am Par 3 der 16 und der abschließenden 18 unangenehm, denn ein Ausflug in den Grünbunker und ein weiterer verzogener Approach bedeuten noch zwei weitere Fehler. Mit der 73 (+3) steigert er sich zwar im Gegensatz zum Vortag doch deutlich, der Cut ist in Brookline so aber deutlich außer Reichweite.

“Mein Ziel war heute, dass ich 3 unter Par spiele, denn ich wusste mit +4 insgesamt hätte ich wohl noch eine Chance auf den Cut. Es wäre heute auch sicher möglich gewesen, denn ich war -1 nach 12 und dann kam leider die 13, wo es echt unglücklich gelaufen ist. Mir ist der Ball knapp ins Rough gekippt und dann wars ein Flyer übers Grün und mit dem Doppelbogey wars dann leider vorbei. Es hat aber riesigen Spaß gemacht und ich werde mich jetzt weiter voll auf die DP World Tour konzentrieren”, so Yannik Paul nach seinem Major-Debüt.

Wieder eine hohe Nummer

Gleich auf der 1 segelt Marcel Schneiders Teeshot deutlich zu weit nach rechts, von wo aus er das Grün nicht wie geplant erreicht und sich sofort den ersten Fehler eintritt. Nachdem er dann am Par 3 gleich danach mit dem Teeshot knapp das anvisierte Ziel verfehlt, chippt er zwar sehenswert zur Fahne, bringt den Parputt jedoch nicht im Loch unter und startet so sogar nur mit dem Bogeydoppelpack in den Freitag, was den Cut wohl bereits nur noch zu theoretischer Natur verkommen lässt.

Immerhin darf er sich am kurzen Par 4 der 5 nach nur knapp zu langer Grünattacke auch über das erste Birdie freuen. Das stabilisiert zwar danach sein Spiel kurzzeitig, ein Abschlag ins Rough und ein überschlagenes Grün danach wird ihm am einzigen Par 5 der Frontnine jedoch richtig zum Verhängnis, denn am Ende geht sich sogar nur das Doppelbogey aus. Auf der 9 bremst sich der Approach dann gerade noch am hinteren Ende des Grüns ein und da der Putter plötzlich richtiggehend Feuer fängt, geht sich sogar aus knapp 20 Metern ein unverhofftes weiteres Birdie aus.

Da er allerdings danach auf der 10 und dem Par 3 der 11 die Grüns verfehlt, brummt er sich auf beiden Bahnen weitere Bogeys auf und rutscht so immer weiter im Klassement ab. Ein Wasserball auf der 13 und wilde Probleme im langen Spiel auf der 14 bedeuten dann sogar die nächsten Doppelbogeys, womit endgültig auch am Freitag wieder eine richtig hohe Nummer droht. Mit einem kunterbunten Bogey-Birdie-Bogey Ende marschiert er schließlich mit der 79 (+9) über die Ziellinie und verpasst damit klar den Sprung ins Wochenende.

US-Duo in Führung

Bei etwas weniger Wind als noch zum Auftakt entwickeln sich die Scores ganz ähnlich wie am Donnerstag. Collin Morikawa und Joel Dahmen (beide USA) haben dabei das schwierige Par 70 Terrain am besten im Griff und gehen bei gesamt 5 unter Par als Co-Leader ins Wochenende. Nur um einen Schlag dahinter lauern gleich fünf Verfolger unter denen sich auch Titelverteidiger Jon Rahm (ESP) und Rory McIlroy (NIR) befinden.

Leaderboard US Open

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Hohe Nummern

US OPEN – 1. RUNDE: Sowohl Yannik Paul als auch Marcel Schneider haben zum Auftakt im “The Country Club” von Brookline richtig hart zu kämpfen und rangieren nach hohen Auftaktrunden nur im hinteren Viertel des Klassements.

Trotz der verletzungsbedingten Absage von Martin Kaymer wird Golfdeutschland bei der 122. US Open vertreten sein – und das gleich doppelt. Mit bärenstarken Leistungen auf der DP World Tour qualifizierten sich Marcel Schneider und Yannik Paul für Brookline. Für Schneider ist es der zweite Major-Einsatz nach der britischen Open, bei der er allerdings nicht cutten konnte. Paul, der sich Amerika nach der College Karriere besonders wohl fühlt, gibt sein Major-Debüt. Rory McIlroy, Titelverteidiger Jon Rahm, Justin Thomas sowie Scottie Scheffler werden als Topfavoriten beim dritten Major des Jahres gehandelt.

Yannik Paul bekommt die Tücken Brooklines gleich auf den ersten Löchern zu spüren, denn nach einem leicht verzogenen Drive findet auch die Annäherung auf der 10 das anvisierte Ziel nicht und da er sich am darauffolgenden Par 3 vor dem Grün einbunkert, startet er sogar nur mit dem Bogeydoppelpack ins Turnier. Nur kurz lässt er dann Ruhe auf der Scorecard einkehren, ehe es mit einem weiteren verfehlten Fairway auch am einzigen Par 5 der Backnine ein Bogey setzt.

Danach allerdings findet er einigermaßen den gesuchten Rhythmus und lässt mit Pars bis zum Turn nichts weiter anbrennen. Das ändert sich jedoch auf der 1 in mehr als unangenehmer Art und Weise, denn nachdem er vom Tee aus nur den Fairwaybunker findet, erreicht er in Folge erst mit dem vierten Schlag das Grün und muss schließlich sogar ein Doppelbogey notieren. Des Schlechten nicht genug bleibt danach am Par 3 der Teeshot deutlich zu kurz und nachdem auch auf der 3 der Approach das Kurzgemähte nicht findet und er sich danach auf der 4 noch dazu einen Dreiputt gönnt, geht es immer weiter im Klassement bergab.

Immerhin geht sich am kurzen Par 4 der 5 trotz einer eingebunkerten Grünattacke das erste Birdie aus, womit er die Negativspirale recht sehenswert abbremst. Anknüpfen kann er an das erste Erfolgserlebnis zwar nicht, allerdings muss er auch keine weiteren Schlagverluste mehr verbuchen, was ihn schließlich mit der 77 (+7) über die Ziellinie marschieren lässt und ihn auf Rang 136 einreiht.

Noch um einen Schlag mehr

Marcel Schneider ist zum Auftakt gleich mit früher Startzeit unterwegs und hat sofort hart zu kämpfen, denn der Abschlag auf der 10 biegt deutlich zu weit nach rechts ab, von wo aus sich das anfängliche Par schließlich nicht mehr ausgeht. Mit solidem langen Spiel und Gefühl im Kurzspiel findet er danach aber den benötigten Rhythmus und verewigt wichtige Pars auf der Scorecard. Erst auf der 18 ändert sich das Bild dann wieder, denn zum Leidwesen des 32-jährigen streikt plötzlich der Putter und brummt ihm mit drei Versuchen am Grün einen weiteren Fehler auf.

Wieder stabilisiert er sein Spiel zwar danach wieder, eine zu kurze Annäherung auf der 3 und ein Dreiputt auf der 4 münden aber sogar dann in einem Bogeydoppelpack, womit es im Klassement doch deutlich in die verkehrte Richtung geht. Generell hat er deutlich härter zu kämpfen als noch auf den ersten neun Löchern, was sich am Par 3 der 6 ein weiteres Mal scoretechnisch ungünstig zu Buche schlägt, denn ein weiteres verfehltes Grün wirft ihn auf bereits 5 über Par zurück.

Nur kurz kann er dann etwas verschnaufen, ehe es am Par 5 der 8 nach leicht überschlagenem Grün den nächsten Fehler setzt und da er sich zum Abschluss nach einigen Schwierigkeiten im langen Spiel sogar noch ein Doppelbogey einfängt und so nur die 78 (+8) über die Ziellinie schleppt, ist die Auftaktrunde mit Rang 144 endgültig in den Bereich “verpatzt” einzuordnen.

“Ich habe einfach nie wirklich in den Rhythmus gefunden. Die Drives waren nicht präzise genug, die Eisen auch nicht wirklich genau und noch dazu hat dann auch noch der Putter gestreikt und so ist der Score von 8 über zustande gekommen. Ich hab schon auf den Proberunden gemerkt, dass der Platz richtig, richtig schwer ist mit dichtem Rough und den kleinen Grüns, mit dem Wind dann heute wars wirklich sehr schwierig zu spielen. Aber ich habe es dennoch genossen und werde es weiterhin genießen, denn Major ist Major”, so Marcel Schneider nach der Runde.

Schon zum Auftakt megaschwer

Wie schwierig Brookline schon am ersten Spieltag, der traditionell eigentlich als der noch scorefreundlichste beim “ultimativen Golftest” gilt, wirklich ist, verdeutlicht ein Blick aufs Leaderboard, denn gerade mal 25 Spieler bringen eine Runde unter Par zum Recording, wobei Adam Hadwin (CAN) mit der 66 (-4) der Auftritt des Tages gelingt. Mit Rory McIlroy, Callum Tarren (ENG), David Lingmerth (SWE), MJ Daffue (RSA) und Joel Dahmen (USA) sind dem Kanadier aber gleich fünf Spieler bei 3 unter Par dicht auf den Fersen. LIV-Testimonial Phil Mickelson (USA) hingegen findet bei seinem “Comeback” überhaupt keinen Rhythmus und schlittert in eine 78 (+8), was nur für Rang 144 reicht.

Leaderboard US Open

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Geballte Routine

PGA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Alex Cejka spielt zum Auftakt im Southern Hills CC seine geballte Routine aus und bringt sich mit einer 72 (+2) in Tulsa auf Wochenendkurs. Martin Kaymer hat richtig hart zu kämpfen und notiert am Ende sogar nur eine 76 (+6).

Alex Cejka rutschte dank seines Sensationserfolgs bei der Senior PGA Championship ins Feld, die praktischerweise ebenfalls in Southern Hills ausgetragen wurde. Somit hat der 51-jährige bewiesen, dass er mit dem schwierigen und engen Parklandkurs mit seinen vielen Doglegs exzellent zurecht kommt. Zum Auftakt erst mit später Startzeit unterwegs brummt ihm Southern Hills bei unangenehm böigen Wind dann allerdings nach leicht verzogenem Drive aus dem Rough gleich auf der 10 das erste Bogey auf.

Nur kurz kann er mit einem Par am Par 3 der 11 sein Spiel stabilisieren, ehe er aus dem Grünbunker schon auf der 12 das nächste Bogey einstecken muss. Die Probleme werden in der frühen Phase richtiggehend inflationär, denn am Par 3 der 14 spielt er sich von Grünbunker zu Grünbunker und muss schließlich sogar das Doppelbogey hinnehmen. Auf der 17 geht sich nach lasergenauer Annäherung dann aber auch das erste Birdie aus, womit er immerhin noch vor dem Turn auch ein Erfolgserlebnis verbuchen kann.

Auf der 3 gelingt dann sogar ein richtig unverhofftes Erfolgserlebnis, denn der Putt aus knapp zwölf Metern passt auf den Punkt und da der 14. Schläger im Bag auch danach weiterhin “on fire” ist und auf der 4 aus knapp acht Metern gleich den nächsten roten Eintrag springen lässt, holt er sich gleich zwei Schläge wieder zurück. Richtig im Rollen zeigt der gebürtige Tscheche dann, dass er mit dem Kurs auch ein Jahr nach seinem Sieg bei den Seniors PGA Championship bestens zurechtkommt, denn auch am zweiten und letzten Par 5 nimmt er ein Birdie mit und kommt so nach dem roten Triplepack endgütig wieder bei Level Par an.

Die heiße Phase endet schließlich aber auf der 7 mit einem verpassten Up & Down und da er sich auch aus der 8 aus dem Grünbunker nicht mehr zum Par scramblen kann, muss er schlussendlich mit der 72 (+2) zufrieden sein, die ihn als 56. aber immerhin aus dem prognostizierten Cutbereich in den zweiten Spieltag starten lässt.

In der Negativspirale

Bereits zum 14. Mal ist Martin Kaymer bei einer PGA Championship mit dabei, die er 2010 gewinnen konnte. Beim Major der PGA of America lief es danach aber nicht mehr so rund, zuletzt erreichte der Düsseldorfer vor 4 Jahren einen 42. Rang und verpasste von 2019 bis 2021 jeweils den Cut. Auch in diesem Jahr hat er gleich zu Beginn zu kämpfen, scrambled sich nach verzogener Annäherung auf der 10 aber noch zum anfänglichen Par.

Der Putter ist in der frühen Phase richtig gut auf Temperatur, wie ein sehenswerter Parsave aus fünf Metern auf der 12 beweist. Nach gelungener Grünattacke belohnt er sich am einzigen Par 5 der Backnine dann sogar mit dem ersten Birdie und legt so richtiggehend einen Start nach Maß ins Major hin. Da am darauffolgenden Par 3 allerdings aus einem guten Meter plötzlich der Putter streikt, muss er auch postwendend den scoretschnischen Ausgleich einstecken.

Ein deutlich verzogener Abschlag zwingt ihn auf der 15 dann sogar zu einem Querpass und mit dem verpassten Up & Down muss er in Folge sogar den Bogeydoppelpack verdauen, der ihn in Windeseile sogar in den Plusbereich abdriften lässt. Des Schlechten noch nicht genug muss er mit weiterhin kaltem Putter nach verpasstem Parputt aus einem guten Meter gleich den nächsten Schlagverlust einstecken und befindet sich so mittlerweile in einem regelrechten Negativstrudel.

Erst auf der 17 kommt das Gerät fürs Kurzgemähte dann wieder etwas auf Temperatur und ermöglicht aus zwei Metern auch das zweite Birdie, womit er den schwarzen Zwischensprint sehenswert ausbremst. Nach recht soliden Pars schickt er dann auf der 3 den Abschlag baden, womit er wieder auf 2 über Par zurückrutscht.

Das Bogey ist sozusagen auch die Ouvertüre zu mehr als nur durchwachsenen Frontnine, denn auch die 3 brummt ihm nach einem Ausflug in den Grünbunker einen Schlagverlust auf und nach einem zwischenzeitlichen Par auf der 5, muss er nach etlichen Ungenauigkeiten sogar noch seinen zweiten Bogeyhattrick einstecken, was am Ende nur die 76 (+6) ermöglicht und ihm als 121. in Sachen Cut einen richtig schweren Rucksack umschnallt.

Rory McIroy (NIR) legt mit einer 65 (-5) den besten Start hin. Tiger Woods (USA) muss nach der 74 (+4) am Freitag bereits eine Aufholjagd starten, soll sich der Cut vom 99. Platz aus noch ausgehen.

Leaderboard PGA Championship

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Harter Arbeitstag

US MASTERS – 1. RUNDE: Bernhard Langer hat bei schwierigen Verhältnissen im Augusta National zum Auftakt hart zu kämpfen und muss sich schließlich mit einer 76 (+4) zufrieden zeigen. Tiger Woods (USA) legt ein gelungenes Comeback hin.

Nur dank Evergreen Bernhard Langer ist Deutschland auch beim Masters Tournament 2022 vertreten. Im Jahr 2020 setzte er als 63-jähriger den Rekord als der älteste Spieler, der je den Cut in Augusta schaffte und das trotz verschärfter Regel, dass nur noch die Top 50 und Schlaggleichen, aber nicht mehr alle innerhalb von 10 Schlägen das Finale erreichen.

Der zweifache Masters-Champion ist heuer der älteste Spieler im Feld und wird erneut alles daran setzen am Wochenende noch dabei zu sein, was ihm im Vorjahr nach Runden von 74 (+2) und 77 (+5) Schlägen verwehrt war. Das Masters 2022 wird medial wieder einmal von Tiger Woods überstrahlt, der in Augusta anreiste und sein Comeback ankündigte. Titelverteidiger ist der Japaner Hideki Matsuyama.

Bei recht schwierigen Verhältnissen – bei Langers Start ist der beste Score gerade mal bei -2 – hat auch der deutsche All Time Hero mit Schwierigkeiten zu kämpfen, denn von knapp außerhalb des Grüns kann er sich gleich auf der 1 nicht mehr zum rettenden Par scramblen. Der zweifache Masters Champion lässt sich davon aber nicht beirren, zeigt im böigen Wind in Folge richtig starkes Golf und weiß sich auch aus misslichen Lagen mit starkem Scrambling noch zu retten.

Stoßgebete im Amen Corner

Am zweiten Par 5 pitcht er die Annäherung dann stark aufs Grün und lässt sich die Chance auf den Ausgleich aus drei Metern nicht vom Putter nehmen. Zu Beginn des Amen Corner erwischt es ihn dann auf der 11 nach verfehltem Grün jedoch ein zweites Mal mit einem Bogey, was ihm auch wieder ein Plus als Vorzeichen beschert. Der Fehler bringt ihn auch sichtlich aus dem Rhythmus, denn auf Golden Bell, dem berühmten Par 3 der 12, muss er nach einem Wasserball sogar das Doppelbogey notieren und fällt so doch deutlich im Klassement zurück.

Die Rückschlage steckt er aber gut weg, konsolidiert sein Spiel rasch wieder und krallt sich nach einer messerscharfen Annäherung am Par 5 der 15 auch ein weiteres Birdie. Nachdem auf der 17 allerdings die Annäherung etwas zu kurz bleibt und vor dem Grün versandet, rutscht er auch prompt wieder auf 3 über Par zurück. Nachdem es ihn nach knapp verfehltem Grün auf der 18 noch einmal erwischt, unterschreibt er schließlich nur die 76 (+4) und reiht sich damit als 70. nur hinter der prognostizierten Cutmarke ein.

Starkes Comeback

Tiger Woods (USA) gibt bei seinem Comeback eine richtig gute Figur ab und zeigt, dass trotz der langen Turnierpause aufgrund des schweren Autounfalls ab sofort wieder mit ihm zu rechnen sein wird. Nach soliden Pars zu Beginn, holt sich der 46-jährige am Par 3 der 6 nach starkem Teeshot das erste Birdie ab und steckt selbst ein vermeidbares Bogey am Par 5 der 8 richtig gut weg, denn nach einer weiteren Parserie geht sich zum Abschluss des Amen Corner ein weiterer rote Eintrag aus. Im böigen Wind muss er zwar auch postwendend den Ausgleich einstecken, krallt sich am Par 3 der 16 jedoch noch einen Schlaggewinn und marschiert schließlich zum Auftakt mit der 71 (-1) über die Ziellinie, womit er sich auf Rang 10 einpendelt.

Sungjae Im (KOR) gibt nach den ersten 18 Löchern in Augusta das Tempo vor. der Koreaner startet gleich richtig stark mit drei anfänglichen Birdies und kommt nach einem weiteren Erfolgserlebnis sogar bereits bei 4 unter Par auf den zweiten neun Löchern an. Zwar erwicht es ihn schließlich auf der 10 und der 11 mit einem Bogeydoppelpack, ein Eagle auf Azalea und ein weiterer roter Eintrag auf Firethorn, dem letzten Par 5, ermöglichen am Ende aber die 67 (-5), womit er mit einem Schlag Vorsprung auf Players Champion Cameron Smith (AUS) in den zweiten Spieltag startet.

Leaderboard US Masters

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Zurück zu alter Stärke

149th OPEN CHAMPIONSHIP – FINAL: Marcel Siem hat am Finaltag zwar hart zu kämpfen und verpasst mit einer 71 knapp die Top 10, mit einer über weiteste Strecken mehr als ansprechenden Leistung in Royal St. George’s zeigt der 41-jährige aber, dass er ganz klar am Weg zurück zu alter Stärke ist. Matthias Schmid holt sich auf seiner letzten Runde als Amateur die begehrte “Silver Medal” ab. Collin Morikawa (USA) schnappt sich seinen zweiten Majortitel.

Marcel Siem zeigte auch am Samstag über weiteste Strecken enorm starkes Golf, bremste sich zwischenzeitlich mit einem Schneemann auf der 14 aber selbst aus. Mit Nervenstärke und Euphorie fightete sich der 41-jährige aber noch zur 70 (Par) und hat so ein Topergebnis in Royal St. George’s regelrecht greifbar.

Auf den schwierigen Anfangsbahnen zieht er sich am Sonntag teils noch gekonnt aus der Affäre und lässt mit Pars zunächst nichts anbrennen. Auf der 4 allerdings werden ihm die Ungenauigkeiten im langen Spiel schließlich mit dem ersten Bogey zum Verhängnis. In Folge stabilisiert er sein Spiel zwar prompt wieder, Birdies wollen auf den Frontnine aber keine gelingen.

Das rächt sich schließlich auf der 11, denn mit einem Dreiputtbogey geht es im Klassement weiter in die falsche Richtung. Wieder bringt er sich dann am Par 5 der 14 mit Ausflügen ins zähe Fescue gehörig in die Bredouille, locht aber einen echten Clutch-Putt zum Par, was ihn erstmals auch die Faust ballen lässt. Auf seinem 72. und letzten Loch des Turniers verhindert er schließlich mit seinem ersten Erfolgserlebnis des Tages noch eine komplett birdielose Finalrunde und unterschreibt die 71 (+1).

Diese lässt zwar mit einem 15. Platz das erhoffte Topergebnis nicht zu, vorzuwerfen hat sich der erst in letzter Sekunde qualifizierte Deutsche – Marcel gewann letzte Woche auf der Challenge Tour in Frankreich und sicherte sich so den letzten noch zu vergebenden Open Spot – aber mit Sicherheit rein gar nichts. Auch in Sachen Rückkehr auf die European Tour hilft ihm das sehenswerte Abschneiden etwas weiter, durch seine starke bisherige Challenge Tour Saison hat er das Spielrecht für kommendes Jahr aber über die “Road to Mallorca” ohnehin klar in Reichweite.

Silver Medal abgeholt

Matthias Schmid (Am) zeigte an den ersten drei Spieltagen, dass der Wechsel ins Profilager wohl keinesfalls zu früh kommt. Am Sonntag will er nun seine letzte Runde als Amateur dementsprechend erfolgreich gestalten. Im Kampf um die berühmte “Silver Medal”, die der beste Amateur erhält, hat Matthias die klar besten Karten in der Hand.

Nach solidem Beginn mit sicheren Pars erwischt es Matthias nach verfehltem Grün und verpasstem Up & Down am langen Par 3 der 3 mit dem ersten Fehler. Der Noch-Amateur lässt sich vom frühen Faux-pas aber nicht aus der Ruhe bringen, zieht seinen Gameplan weiterhin gekonnt durch und legt sich am einzigen Par 5 der Frontnine schließlich mit zwei satten Schlägen sogar die Eaglechance auf, die er gekonnt zu verwerten weiß.

Lange kann er das rote Zwischenergebnis aber nicht verwalten, da er auf der 8 auch über seinen zweiten Fehler stolpert und so rasch wieder auf Level Par zurückrutscht. Nach einem zwischenzeitlichen Par, lassen sich die Backnine dann mit einem weiteren Fehler alles andere als rosig an. Auf der 14 beraubt er sich mit einem Ausflug in den Grünbunker der möglichen Birdiechance und tritt sich zum Abschluss auf der 18 noch einen weiteren Fehler ein.

Mit der 72 (+2) und Rang 59 kann er zwar nicht an die starken Leistungen vom Freitag und Samstag anknüpfen, krönt seine herausrangende Amateurkarriere aber immerhin mit der heißbegehrten “Silver Medal”.

Eine Klasse für sich

Collin Morikawa (USA) schnappt sich in Kent nach dem PGA Championship Titel im letzten Jahr seinen zweiten Majorsieg und löst so Shane Lowry (IRL) als Champion Golfer of the Year ab. Der 24-jährige Kalifornier knallt gleich vier rote Runden hin und brilliert vor allem am Sonntag mit nervenstarken Putts und großartigen Rettungsaktionen, was schließlich in einer fehlerfreien 66 (-4) mündet.

Bei gesamt 15 unter Par hält er so seinen Landsmann Jordan Spieth – der Texaner unterschreibt am Sonntag ebenfalls eine 66 – mit zwei Schlägen Vorsprung auf Distanz und stemmt schließlich den Claret Jug in den südenglischen Abendhimmel. Jon Rahm (ESP) (66) und Louis Oosthuizen (RSA) (71) teilen sich bei gesamt 11 unter Par Rang 3.

Leaderboard Open Championship

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Gemütlich gemacht

149th OPEN CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Marcel Siem zeigt sich nach seinem Sieg letzte Woche auch im Royal St. George’s in absoluter Topform und macht es sich nach einer 67 in den Top 10 gemütlich. Marcel Schneider, Martin Kaymer und Matthias Schmid (Am) liegen beim letzten Major des Jahres bereits weit zurück.

Martin Kaymer rutschte statt Kevin Na ins Feld, Marcel Schneider und Marcel Siem dank gewonnener Challenger und Matthias Schmid als Top-Amateur: somit wird Golfdeutschland bei der 149. Auflage der Open in Royal St. George’s gleich von vier Spielern vertreten.

Marcel Siem ist bereits zum 5. Mal bei einer Open im Feld, schaffte es allerdings erst einmal, bei seinem Debüt 2010 ins Finale. Zum Auftakt erst am Nachmittag unterwegs findet sich der Routinier sofort gut zurecht und lässt mit anfänglichen Pars nichts anbrennen. Erst am Par 5 der 7 erwischt es ihn dann nach Problemen im langen Spiel mit dem ersten Fehler. Dieser stachelt Marcel aber sichtlich erst so richtig an, denn sowohl auf der 8 als auch auf der 9 nimmt er danach Birdies mit und pusht sich so im Klassement eindeutig in die richtige Richtung.

Genug hat er damit aber noch lange nicht, denn nach zwei Pars zu Beginn der zweiten Neun locht er auf der 12 und der 14 schon die nächsten Birdieputts und sorgt nur mit einem dazwischengequetschten Bogey für einen kleinen Schönheitsfehler. Nachdem er dann am Par 3 der 16 den Teeshot perfekt bis auf einen knappen Meter zum Loch legt und so bereits Birdie Nummer fünf eintütet, knackt er kurz vor Schluss der Runde sogar die Top 10. Gekonnt und staubtrocken spielt er den Score schließlich nach Hause und legt mit der 67 (-3) und Rang 9 einen richtig gelungenen Start hin.

Aufholbedarf

Marcel Schneider darf dank seines Sieges in Tschechien auf der Challenge Tour zum allerersten Mal Majorluft atmen, muss allerdings gleich auf der 1 und der 3 die ersten Bogeys notieren. Bei zwar windigen aber noch gutmütigen Verhältnissen stabilisiert er sein Spiel danach aber und nimmt recht sichere Pars mit. Allein zu viele Ungenauigkeiten im langen Spiel ermöglichen keine wirklichen Birdiechancen und da er auf der 9 noch einen weiteren Schlag abgeben muss, liegt er zur Halbzeit seiner Runde bereits weit zurück.

Auf der 12 verschärft sich die Lage dann noch zusätzlich, ehe er am Par 5 der 14 auch das erste und einzige Birdie mitnehmen kann. In Folge hat er zwar das ein oder andere Mal etwas ums Par zu kämpfen, zieht sich aber immer wieder gut aus der Affäre und muss bis zum Schluss keinen weiteren Schlag mehr abgeben. Nach der 73 (+3) liegt er zum Auftakt als 115. zwar ganz klar nicht auf Cutkurs, mit einer starken zweiten Runde ist das Wochenende für Marcel aber wohl alles andere als abgefahren.

Zu viele Ungenauigkeiten

Martin Kaymer war der Düsseldorfer bereits 2011 mit dabei, als zuletzt in der Grafschaft Kent an der englischen Ostküste gespielt wurde und er immerhin mit Platz 12 ein respektables Ergebnis ablieferte. Gleich auf der 1 und der 2 hat er nach Ausflügen ins extrem zähe Rough etwas Stress, rettet sich aber beide Male noch zu wichtigen anfänglichen Pars.

Auch das Par 3 danach stellt ihn vor keine großen Probleme, erst die 4, mit eine der schwierigsten Bahnen, ringt ihm nach einem weiteren verzogenen Teeshot und einem verschobenen Parputt den ersten Schlag ab. Deutschlands Nummer 1 zeigt sich davon aber wenig beeindruckt, zaubert sich auch auf der 5 wieder zu einem Par und darf sich am Par 3 der 6 dann sogar über den scoretechnischen Ausgleich freuen.

Auch danach hat der zweifache Major-Champion immer wieder mit Ungenauigkeiten im langen Spiel zu kämpfen, erarbeitet sich auf den verbleibenden Bahnen der Frontnine aber sehenswert die Pars, womit er nichts anbrennen lässt. Auf der 12 und der 13 allerdings machen sich die Probleme mit den Hölzern und Eisen dann wieder unangenehm bemerkbar, denn mit den nächsten Bogeys geht es sogar recht deutlich in den Plusbereich zurück.

Am Par 5 der 14 legt er sich eine durchaus gute Birdiemöglichkeit auf, kann aus knapp drei Metern diese jedoch nicht verwerten und hängt so weiterhin bei 2 über Par fest. Auf der 15 und der 17 kommt es dann noch dicker, denn mit den nächsten Fehlern rutscht er ins absolute Niemandsland zurück und erschwert sich so mit einer 74 (+4) und als 127. auch die Cut-Aufgabe für Freitag enorm.

Doppeleuropameister Matthias Schmid (Am) kommt bereits zu seinem zweiten Open-Einsatz und brennt darauf diesmal unbedingt am Wochenende auch noch mit dabei zu sein. Der Start lässt sich dann auch blendend an, denn gleich auf der 1 rollt er den Birdieputt ins Ziel und mischt so von Beginn an in den roten Zahlen mit. Auch danach beweist er Gespür fürs Linksgolf und weiß die noch recht gutmütigen Verhältnisse gekonnt auszunützen, denn mit meist sicheren Pars lässt er die gesamten Frontnine über nichts anbrennen.

Auf der 11 endet die starke Serie dann jedoch und er muss den scoretechnischen Ausgleich einstecken. Zwar agiert er im langen Spiel auch danach weiterhin sehr sicher, kann teils gute Chancen aber nicht in Zählbares ummünzen und rutscht mit weiteren Fehlern auf der 13 und der 16 unangenehm zurück. Da sich dann zum Abschluss sogar nur ein Doppelbogey ausgeht, muss er sich wie Landsmann Martin Kaymer mit der 74 (+4) anfreunden.

Louis Oosthuizen (RSA) ist elf Jahre nach seinem Open Triumph in St. Andrews sichtlich wieder in absoluter Links-Laune. Der Südafrikaner knallt zum Auftakt eine 64 (-6) aufs Tableau und gibt damit nach den ersten 18 Löchern das Tempo vor.

Leaderboard Open Championship

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Fehlerhaftes Finale

US OPEN – FINAL: Martin Kaymer kann am Sonntag nicht mehr an die beiden starken Runden der Vortage anknüpfen und rutscht in Torrey Pines mit einer 73 noch um ein paar wenige Ränge zurück. Jon Rahm (ESP) schnappt sich seinen ersten Majortitel.

Martin Kaymer blieb am Moving Day seiner Linie vom Freitag treu und marschierte mit einer 69 (-2) bis auf Rang 21 nach vor. Mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 und nur fünf auf die absolute Spitze scheint in Torrey Pines am Finaltag noch einiges möglich zu sein. Zur “Prime Time” um 20:05 MEZ wird Deutschlands Nummer 1 gemeinsam mit US-Superstar Jordan Spieth auf die letzten 18 Löcher gehen.

Auf den ersten Bahnen präsentiert sich der zweifache Major-Champion im langen Spiel unglaublich sicher, kann jedoch machbare Birdiechancen noch nicht in Zählbares ummünzen. Sogar 1,5 Meter sind dem Putter am Par 3 der 3 fürs erste Birdie noch zuviel. Wie es oft so kommt rächen sich die ausgelassenen Chancen, denn nachdem er auf der 4 vom Tee aus nur den Fairwaybunker findet, geht sich das Par schließlich nicht mehr aus.

Den Sand bekommt Martin auch danach nicht aus dem Getriebe, wie Ausflüge sowohl in den Fairway- als auch in den Grünbunker auf der 5 zeigen. Bogey Nummer zwei ist so nicht mehr zu verhindern. Nur eine Bahn später findet sich die Annäherung dann gleich wieder im Sand neben dem Grün und da “aller schlechten Dinge drei sind”, muss er sogar mit dem Bogeytriplepack leben. Selbst damit endet die Negativspirale jedoch noch nicht, denn nach weiteren Ungenauigkeiten gibt er auf der 7 prompt Schlag Nummer vier ab.

Erst die 9 entwickelt sich dann erstmals nach dem Geschmack des einzigen verbliebenen Deutschen im Feld, da am einzigen Par 5 der Frontnine der Birdieputt aus knapp drei Metern sein Ziel findet. Das scheint den Putter endlich so richtig auf Temperatur zu bringen, denn am schwierigen Par 3 der 11 findet er sogar aus zehn Metern das Ziel und kann sich rasch einen weiteren Schlag zurückholen.

Ein rechts verzogener Abschlag zwingt Martin auf der 15 zu einem besseren Querpass zurück aufs Fairway und da der Parputt um Zentimeter nicht fallen will, muss er sein fünftes Bogey des Tages akzeptieren. Dank einer gelungenen Grünattacke geht sich zum Abschluss am Par 5 der 18 dann noch das Birdie aus, was ihn schließlich die 73 (+2) unterschreiben lässt, ihm aber noch ein paar wenige Ränge kostet.

Licht & Schatten

Martin Kaymer befindet sich zwar durchaus wieder am Weg zurück zu alter Stärke, alles will ihm jedoch noch nicht so von der Hand gehen wie er persönlich es sich eigentlich vorstellt. Dies machte sich auch in dieser Woche wieder bemerkbar, denn zwei zähe Runden und zwei gute Auftritte münden schließlich in einer soliden Mittelfeldplatzierung auf Rang 26. Aus der Woche an sich kann der ehemalige US Open Champion aber durchaus viel positives mitnehmen. Vor allem der noch geschaffte Cut nach der anfänglichen 77 (+6) sollte durchaus Auftrieb geben.

 

Ra(h)mbazamba

Nachdem Jon Rahm zuletzt wegen positiver Covid-Tests in Führung liegend aufgeben musste, verhilft ihm die Extraportion Motivation in San Diego nun sogar zu seinem ersten ganz großen Wurf. Der bullige Spanier beginnt gleich mit zwei Birdies und kann auf der 9 ein zwischenzeitliches Bogey noch egalisieren. An einem enorm spannenden Finaltag, wo sich die Gegebenheiten an der Spitze teils im Minutentakt verschieben, spult Rahm dann auf den Backnine cool die Pars ab und bleibt so immer voll in Schlagdistanz.

Nachdem sich Louis Oosthuizen (RSA) auf der 17 ein Bogey eintritt, übernimmt Rahm mit einem Birdie dann kurz vor Schluss endgültig das Kommando. Selbst ein Birdie des Südafrikaners am Par 5 der 18 hilft ihm am Weg zu seinem zweiten Majortitel am Ende nicht mehr, da auch Rahm der 18 den roten Eintrag entlockt und so schließlich mit der 67 (-4) und bei gesamt 6 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Oosthuizen (71) sein erstes Major bejubeln darf.

Leaderboard US Open

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Linie treu geblieben

US OPEN – 3. RUNDE: Martin Kaymer bleibt seiner Linie vom Freitag weiterhin treu und marschiert in Torrey Pines mit einer 69 um etliche Ränge in Richtung Norden nach vor.

Martin Kaymer stellte sich am Freitag nach seiner anfänglichen 77 der Herkulesaufgabe in Sachen Cut und stürmte mit einer 68 schlussendlich sogar noch mit etwas Luft über die gezogene Linie. Am Moving Day hofft Deutschlands Nummer 1 nun an der Seite Gary Woodlands (USA) auf eine Fortsetzung des gezeigten um die Lücke zu den richtig lukrativen Plätze bestmöglich schließen zu können.

Der Start kann sich dann auch durchaus sehen lassen, denn nach einem soliden Par auf der 1 geht sich nach einer starken Annäherung und einem angemessenen Putt aus knapp drei Metern schon das erste Birdie aus. Auf der 4 zieht der Abschlag dann deutlich zu weit nach rechts, Deutschlands Nummer 1 zaubert aber eine messerscharfe Annäherung aus dem Rough zur Fahne und legt so gleich ein weiteres Birdie nach.

Top 10 in Sicht

Nachdem der Drive auf der 7 sich in unangenehmer Position neben dem Fairwaybunker einparkt, kann der zweifache Major-Champion nur vorlegen, der Putter glüht aber weiterhin und ermöglicht auch aus knapp vier Metern noch das Par. Nachdem er dann mit der 9 auch das einzige Par 5 der Frontnine bestens im Griff hat und sich die sich bietende Birdiechance aus einem guten Meter nicht entgehen lässt, dockt er sogar bereits zur Halbzeit seiner Runde an den Top 10 an.

Nach deutlich zu langem Birdieputt kann er auf der 10 den Retourputt aus fünf Metern noch versenken, aus gut zwei Metern rollt die Kugel dann am darauffolgenden Par 3 aber vorbei, was schließlich auch im ersten Fehler mündet. Das scheint auch sichtlich Spuren hinterlassen zu haben, denn auf der 12 verzieht er den Drive deutlich nach links und hängt gleich noch ein weiteres Bogey an.

Martin fängt sich aber rechtzeitig wieder, lässt mit recht solidem Spiel von Tee bis Grün auf den verbleibenden Bahnen nichts mehr anbrennen und stopft zum Abschluss auf der 18 sogar noch aus gut drei Metern zum abschließenden Birdie. Damit geht sich am Ende sogar noch die 69 (-2) aus, womit er bis auf Rang 21 nach vorne marschiert.

Trio tonangebend

Bei lediglich zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 und nur deren fünf auf die absolute Spitze – Mackenzie Hughes (CAN) (68), Louis Oosthuizen (RSA) (70) und Russell Henley (USA) (71) teilen sich bei gesamt 4 unter Par die Führungsrolle – scheint für Martin Kaymer am Sonntag am South Course von Torrey Pines noch etliches möglich zu sein.

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Aufgabe bewältigt

US OPEN – 2. RUNDE: Martin Kaymer stellt sich in Torrey Pines nach der 77er Auftaktrunde in Sachen Cut der Herkulesaufgabe und stürmt mit einer 68 am Ende sogar noch mit etwas Luft über die gezogene Linie. Matthias Schmid (Am) scheitert deutlich am Einzug ins Wochenende.

Martin Kaymer hatte zum Auftakt in Torrey Pines richtig hart zu kämpfen und musste sich nach deutlich zu vielen Fehlern sogar mit der 77 (+6) anfreunden, womit der Kampf um den Cut bereits zu einer Herkulesaufgabe mutiert. An der Stätte seines US Open Debüts 2008 benötigt Deutschlands Nummer 1 am Freitag nun mit später Startzeit wohl sogar eine Runde unter Par um sich noch ernsthaft ins Wochenendgespräch bringen zu können.

Gleich von Beginn weg arbeitet er dann genau daran, denn nach einer starken Annäherung geht sich sofort auf der 10 das anfängliche Birdie aus. Ein starker Putt kratzt ihm danach am Par 3 noch das Par, doch wilde Probleme im Kurzspiel lassen am Par 5 der 13 schließlich nur das Bogey zu. Martin zeigt sich vom Fehler aber unbeeindruckt, findet rasch wieder den Rhythmus und knallt am berühmten Par 5 der 18 den Ball mit zwei satten Hieben bis auf knapp drei Meter zur Fahne. Da diesmal auch der Putter so richtig auf Temperatur kommt, geht sich sogar ein Eagle aus, was den zweifachen Major-Champion vor den letzten neun Löchern so richtig pusht.

Meist ganz souverän klopft Martin die Pars auf die Scorecard, rettet sich wo er sich retten muss und stopft auf der 6 einen wahren Monsterputt zum nächsten Birdie, womit er sich erstmals sogar etwas Luft in Sachen Cut verschaffen kann. Da er auf den verbleibenden Bahnen schließlich nichts anbrennen lässt, meistert er mit einer 68 (-3) tatsächlich noch die Herkulesaufgabe und zieht als 41. ins Wochenende ein.

Klar vorbei

Matthias Schmid begann seine ersten US Open zwar mit einem Birdie, Torrey Pines fletschte danach aber die Zähne, weshalb sich der junge Amateur am Ende mit einer 76 (+5) zufrieden geben musste. Immerhin hat er, anders als sein Landsmann, am Freitag den kleinen Bonus einer frühen Startzeit, was womöglich etwas bei der benötigten Aufholjagd helfen könnte. Gleich zu Beginn hat Matthias aber alle Hände voll zu tun um Pars auf die Scorecard zu bringen, was am Par 3 der 3 aus dem Grünbunker erstmals nicht mehr gelingen will. Beeindruckt zeigt er sich vom frühen Fehler aber nicht und krallt sich nach einer messerscharfen Annäherung auf der schwierigen 4 aus einem Meter prompt den scoretechnischen Ausgleich.

Das bringt auch den Putter auf Temperatur, wie ein starker Birdieputt auf der 6 aus 4,5 Metern beweist. Allerdings wirft ihn ein überschlagenes Grün danach sofort wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Die farbenfrohe Performance findet aber ihre Fortsetzung und mit einem weiteren starken Putt am Par 3 der 8 aus erneut gut vier Metern krallt er sich prompt wieder das Minus als Vorzeichen. Wie schon nur wenige Stunden zuvor entwickelt sich die 9 jedoch wieder alles andere als gewinnbringend und lässt ihn nach einem Bogey “nur” bei Level Par die Backnine in Angriff nehmen. Dort allerdings zerfällt sein Spiel dann zusehends und mit einigen Ungenauigkeiten geht wohl die letzte Cuthoffnung endgültig flöten. Am Ende unterschreibt er erneut die 76 (+5) und scheitert damit als 127. deutlich am Cut.

Weiterhin in Topform

Routinier Richard Bland schwebt nach seinem erst vor wenigen Wochen gefeierten Premierensieg auf der European Tour weiterhin auf der Erfolgswelle. Der Engländer packt am Freitag auf der überlangen Par 71 Wiese eine 67 (-4) aus und startet so gemeinsam mit Russell Henley (USA) (70) bei gesamt 5 unter Par als Führender ins Wochenende.

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Herkulesaufgabe

US OPEN – 1. RUNDE: Martin Kaymer kommt mit Torrey Pines zum Aufakt kaum zurecht und tritt sich am Donnerstag eine 77 (+6) ein, womit der Cut am Freitag mit später Startzeit wohl bereits zur Herkulesaufgabe mutiert. Matthias Schmid (Am) nur bedingt besser.

Der Champion von 2014 Martin Kaymer nimmt seine 14. US Open in Torrey Pines in Angriff und möchte seine seit Pinehurst andauernde sieglose Durststrecke endlich beenden. Die Vorzeichen sind jedoch nicht allzu gut, da der Düsseldorfer zuletzt drei Cuts in Folge verpasste, darunter auch zuletzt in Kiawah Island bei seinem bislang einzigen Major-Einsatz im heurigen Jahr.

Immerhin betrachtete Kaymer seinen Turnierstart zuletzt in Hamburg auf einem ähnlich langen und von hantigem Rough verteidigten Kurs als ideale Vorbereitung und sieht sein eigenes Spiel nicht weit entfernt um vorne mitzuspielen.

Sensationell qualifizierte sich auch Amateur Europameister Matthias Schmid nach zwei British Open-Starts jetzt auch für seine erste US Open. Dazu setzte sich der 23-jährige aus dem GC Herzogenaurach beim Final Qualifying in Dallas durch und kommt damit als erster Deutscher überhaupt zu bereits drei Major-Starts vor dem für den Sommer angepeilten Wechsel ins Profilager.

Mit dem noch einmal deutlich verschärften Südkurs von Torrey Pines wartet auf die beiden Deutschen eine wahre Herkulesaufgabe. Mit 7.000 Metern Par 71, fettem Rough und kleinen Grüns wird vor allem das lange Spiel voll gefordert werden. Titelverteidiger Bryson DeChambeau wird auf dem überlangen Kurs bei San Diego wohl aus dem vollen Potential seiner Brachialgewalt schöpfen. Kaymer spielte in Torrey Pines 2008 seine allererste US Open und erreichte beim Debüt immerhin einen 53. Platz.

Gleich mit Problemen

Gleich noch vor seinem ersten Golfschlag muss Martin Kaymer etwas Däumchendrehen, da sich der hartnäckige Morgennebel erst nach 90 Minuten verziehen will. Die Warterei scheint sich auch zu Beginn auf die Genauigkeit auszuwirken, denn gleich der erste Drive segelt ins Rough, von wo aus er das Par nicht mehr kratzen kann. Auch auf der 2 zieht der Abschlag wieder nach links, diesmal geht sich für Deutschlands Nummer 1 das Par aber noch aus. Am Par 3 der 3 schmeißt er dann auch sein Eisen wieder links weg und hat so prompt den zweiten Fehler zu verdauen.

Auf der 4 biegt der Abschlag dann wohl mit zuviel Respekt vor den Steilklippen links etwas zu weit nach rechts ab und macht es sich im Fairwaybunker gemütlich. Martin erreicht aus dem Sand zwar das Grün, nach drei Putts muss er aber auch hier das Bogey notieren. Danach stabilisiert er sein Spiel zwar, hat jedoch weiterhin das ein oder andere Mal richtig hart ums Par zu kämpfen. Nach dem Turn gelingt auf der 10 diese Übung dann aber nicht mehr, da er nach verzogenem Abschlag das Up & Down nicht mehr bewerkstelligen kann.

Nach dem Motto “Ein Unglück kommt selten allein” tritt er sich nach verzogenem Teeshot am Par 3 danach gleich das nächste Bogey ein und macht es sich so langsam im hinteren Bereich des Klassements regelrecht gemütlich. Ein Loch später wird es dann so richtig zäh, denn Martin erreicht erst mit dem dritten Schlag das Grün und stolpert danach noch dazu in seinen zweiten Dreiputt, womit er sogar das Doppelbogey auf der Scorecard kleben hat.

Erst am Par 5 der 13 kann die ehemalige Nummer 1 der Welt etwas Durchatmen, nachdem er aus sieben Metern den Birdieputt stopft und sich so zumindest einen Schlag wieder zurückholen kann. Nach einer kurzen Parserie kann er sich dann auf der 17 aber aus dem Grünbunker nicht mehr zum Par scramblen und rutscht so wieder auf 7 über Par zurück. Zum Abschluss nimmt er am berühmten Par 5 noch Risiko und zirkelt den Ball gekonnt über den kleinen Teich vor dem Grün, womit sich zumindest noch ein abschließendes Birdie ausgeht. Mit der 77 (+6) wird der Weg ins Wochenende am Freitag aber wohl ziemlich steinig werden.

Ebenfalls bereits mit Rückstand

Matthias Schmid (Am) legt am späten Nachmittag einen Traumstart hin, als er auf seinem Eröffnungsloch, der 10, vom Fairway aus gut 25 Metern gefühlvoll zum Birdie einchippt. Auf den Grünspeed hat er sich jedoch noch nicht eingestellt und gibt den Schlag gleich am nächsten Grün mit Dreiputt wieder aus der Hand. Nach ein paar sicheren Bahnen erwischt es den 23-jährigen an der 15 mit Doppelbogey kapital, nach verzogenem Abschlag, überschlagenem Grün und ungenauem Chip.

Der Youngster kann danach nicht mehr kontern und gibt bis zum Einbruch der Dunkelheit drei weitere Schläge ab, was ihn mittlerweile bis jenseits der Top 100 und gut drei Schläge hinter die vorläufige Cutmarke zurückwirft. Bei der Fortsetzung am Freitag zeigt er sich zunächst sehr sicher und krallt sich nach einem starken Eisen am Par 3 der 8 sogar ein weiteres Birdie, gibt dieses jedoch am abschließenden Par 5 der 9 wieder aus der Hand und muss sich so schließlich mit der 76 (+5) anfreunden, die ihm als 105. bereits einen doch unangenehmen Rückstand auf die Cutmarke einbrockt.

Russell Henley (USA) und Louis Oosthuizen (RSA) setzen mit 67er (-4) Runden die vorläufige Bestmarke.

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