Marcel Siem stürmt beim British Masters mit später Startzeit noch bis in die geteilte Führung. Mit Marcel Schneider, Max Kieffer und Nicolai Von Dellingshausen liegen noch drei weitere Deutsche im „The Belfry“ auf Cut-Kurs.
Englands Golflegende Sir Nick Faldo tischt auch heuer wieder mit „The Belfry“ ein geschichtsträchtiges Gelände auf, wobei seinem Ruf beim 3,5 Millionen Event mit Matt Fitzpatrick, Matt Wallace, Danny Willett (alle ENG) oder auch den Hojgaard-Twins (DEN) etliche Hochkaräter gefolgt sind, die ansonsten zumeist auf der PGA Tour auf Birdiejagd gehen. Aus Deutschland sind gleich acht Spieler mit von der Partie, wobei lediglich Nicolai Von Dellingshausen, Marcel Siem und Marcel Schneider das Geschehen einigermaßen „entspannt“ in Angriff nehmen können, denn außer den drei genannten haben alle übrigen Spieler in schwarz-rot-gold im Saisonfinish noch ziemlichen Tourkartenstress. Das Turnier markiert zugleich das Finale der Ryder Cup-Qualifikation, wo die deutschen heuer jedoch keine Rolle spielen.
Zwar radiert sich Marcel Siem ein frühes Birdie von der 2 direkt am darauffolgenden Par 5 mit einem verpassten Up & Down wieder aus, drückt sein Score jedoch erneut gleich wieder unter Par. Nach dem farbenfrohen Intermezzo geht er es dann etwas ruhiger an, bis er auf den Backnine zu einem spektakulären Run ansetzt. Zunächst zieht er mit einem Birdiehattrick das Tempo gekonnt an, nimmt nach kurzer Verschnaufpause am Par 3 der 14 das nächste Birdie mit und garniert die hervorragende Vorstellung am Par 5 der 17 mit noch einem siebten roten Eintrag. Am Ende geht sich so sogar die 66 (-6) aus, womit er sich mit Matthias Schwab (AUT) und Thomas Aiken (RSA) sogar die Führungsrolle teilt.
Noch drei weitere Deutsche auf Cut-Kurs
Wie aus der Pistole geschossen startet Marcel Schneider in die erste Umrundung, denn von der 10 weg schnappt sich der Routinier gleich drei Birdies am Stück und zieht so in Windeseile bis ins Spitzenfeld nach vor. Ein verpasstes Up & Down auf der 13 bremst ihn dann zwar etwas ein, noch vor dem Turn findet er aber die nächsten beiden Schlaggewinne und biegt so bei bereits 4 unter Par zur 1 ab. Auch auf den Frontnine hat er zunächst alles im Griff, baut sein Score zwischenzeitlich sogar auf 5 unter Par aus, ehe es ihn danach auch noch mit zwei Fehlern etwas erwischt. Am Ende bringt er aber die 69 (-3) zum Recording und macht es sich damit am Ende als 12. nur knapp hinter den Top 10 gemütlich.
Nach solider Anfangsphase tritt sich Max Kieffer nach verpasstem Up & Down auf der 8 das erste Bogey ein und kommt so nur im zarten Plusbereich auf den Backnine an. Dort dreht er sein Score dann bereits auf der 10 nach gefühlvollem Viermeterputt wieder auf Anfang und drückt schließlich seine Auftaktrunde am Par 5 der 15 trotz versandeter Attacke in den roten Bereich. Souverän schaukelt er das Ergebnis dann über die verbleibenden Löcher und legt so mit der 71 (-1) und als 23. einen durchwegs gelungenen Start hin.
Schon auf der 2 holt sich Nicolai Von Dellingshausen nach starker Annäherung das erste Birdie ab und legt so einen Start nach Maß hin. Auch danach hat er vorerst alles soweit im Griff, bis er sich nach ungenauen Eisen zunächst am Par 3 der 7 ein Bogey und danach auf der 8 sogar ein Doppelbogey einfängt. Selbst ein Birdie auf der 11 kann sein Spiel nur kurz stabilisieren, wie der nächste Fehler auf der 13 beweist. Immerhin findet er danach noch zwei rote Einträge, womit er schließlich immerhin die 72 (Par) notiert, die ihn als 46. auch auf Cut-Kurs bringt.
Ziemlich abgeworfen
Lange Zeit hat Jannik De Bruyn hart zu kämpfen, denn erst nach drei Bogeys und einem Doppelbogey findet er auch die ersten Birdies. Am Ende geht sich aber nur eine 76 (+4) aus, womit die erwartete Cutmarke als 124. doch bereits in recht unangenehmer Ferne liegt. Freddy Schott mit der 79 (+7) (149.), Alexander Knappe und Yannik Paul mit 80er (+8) Runden (153.) erwischt es ziemlich hart, womit das Wochenende wohl schon ziemlich unerreichbar erscheint.
