Nur knapp geschlagen

ITALIAN OPEN – FINAL: Sebastian Heisele und Martin Kaymer mischen bis zuletzt im Titelkampf mit und müssen sich schließlich nur knapp geschlagen geben. Generell präsentieren sich die deutschen European Tour Vertreter in dieser Woche geschlossen stark.

Sebastian Heisele brachte sich am Samstag mit einer 66 (-6) noch voll ins Titelrennen und will am Sonntag nun klarerweise alles daran setzen mit schnellen Birdies rasch zur Spitze aufzuschließen. Auch Martin Kaymer wusste mit Birdie-Birdie-Eagle Finish und der 68 (-4) zu überzeugen und hat ebenfalls noch Außenseiterchancen auf den ganz großen Wurf.

Sebastian Heisele muss zwar gleich auf der 1 nach einem verzogenen Abschlag ein Bogey einstecken, bessert dieses am darauffolgenden Par 3 aber sofort aus und gibt sich so auch selbst die Initialzündung, denn mit weiteren roten Einträgen auf den beiden Par 5 Löchern der Frontnine bleibt er in angenehmer Lauerstellung zum Führungsduo. Mit einem weiteren roten Eintrag am Par 5 der 11 leuchtet sein Name dann sogar erstmals in geteilter Führung auf, allerdings kommt in Folge Laurie Canter immer besser in Schwung und zieht das Tempo doch spürbar an.

Ein Bogey auf der 13 macht sich so doppelt bitter bemerkbar. An der Spitze zieht jedoch dennoch niemand merkbar davon und nach einem sensationellen Schlag aus dem Rough ergibt sich für Sebastian auf der 18 sogar noch die Eaglechance. Diese verwertet er jedoch nicht und unterschreibt nach dem Birdie die 69 (-3) womit er sich am Ende bei gesamt 18 unter Par und als 4. über ein ganz starkes Turnier freuen darf.

Nur knapp dahinter

Martin Kaymer benötigt am Sonntag nicht lange um richtig ins Rollen zu kommen, denn schon die 3 und das darauffolgende Par 5 halten die ersten Birdies bereit. Zwar tritt er sich danach am Par 3 auch ein Bogey ein, dieses stachelt Deutschlands Nummer 1 sichtlich aber nur zusätzlich an, denn dank Birdies auf der 6 und der 9 bleibt er weiterhin in Schlagdistanz zur Spitze. Mit solidem Spiel bleibt er gut mit dabei, erst ein zu kurzer Chip am Par 3 der 14 kostet ihm dann einen Schlag, womit der Abstand zur Spitze unangenehm anwächst.

Canter und McGowan straucheln sich jedoch weiterhin über den Finaltag, allein Kaymer kann die sich bietende Möglichkeit mit weiteren Birdies nicht wirklich ausnützen. Erst das abschließende Par 5 hält noch einen Schlaggewinn bereit, was ihn die 68 (-4) unterschreiben lässt. Damit verpasst er einmal mehr heuer nur knapp den ganz großen Wurf und baut seine Top 10 Serie – keiner auf der European Tour hat heuer mehr Spitzenresultate als der zweifache Major Champion – mit einem 5. Rang weiter aus.

Alles Rot

Hurly Long fightet am Sonntag wie ein Löwe, denn der Italian Challenge Champion muss auf seinen ersten neun Bahnen bereits ein Doppelbogey und ein Bogey notieren, kommt dank zweier Birdies und eines Eagles aber sogar im Minusbereich auf den Backnine an. Diese verlaufen dann deutlich entspannter, wohl auch, weil der 25-jährige mit einem weiteren Birdie auf der 10 sogar einen roten Doppelpack rund um den Turn schnüren kann. Nach ereignisarmen Bahnen drückt er am Ende noch einmal aufs Tempo und darf sich mit zwei abschließenden Birdies und der 68 (-4) mit Rang 16 über ein durchaus achtbares Abschneiden freuen.

Marcel Schneider bastelt wahrlich kunterbunte erste neun Bahnen zusammen, denn jedesmal wenn er ein Birdie erzielt, muss er prompt auch den Ausgleich einstecken. Erst nach einem dritten roten Eintrag auf der 6 bleibt er dem zartrosa Bereich bis zum Turn treu. Die Backnine verlaufen dann durchwegs konträr zur ersten Plazthälfte, denn bis auf ein Birdie am Par 5 der 11 will nichts Zählbares mehr auf die Scorecard wandern, weshalb er sich am Ende mit der 70 (-2) zufrieden geben muss, die ihm angesichts der guten Scores sogar wenige Ränge kostet und ihn am Ende auf Platz 39 einreiht.

Nicolai von Dellingshausen macht von Beginn an klar, dass die 75 vom Vortag nur ein Ausrutscher war, denn bereits ab der 3 drückt er gehörig aufs Tempo und sammelt noch auf den Frontnine vier Birdies auf. Nach dem Turn schleicht sich dann aber der Fehlerteufel ein und radiert ihm mit gleich drei Bogeys viel herausgeholtes wieder aus. Damit will sich der 27-jährige aber nicht zufrieden geben und sammelt auf der 16 und der 18 noch späte Birdies auf, was ihm mit der 69 (-3) und Rang 55 ein durchaus versöhnliches Ende beschert.

Ross McGowan hat schließlich das bessere Ende für sich, nachdem er auf der 18 einen sehenswerten Birdieputt aus etwa fünf Metern locht und so mit der 71 (-1) und bei gesamt 20 unter Par Laurie Canter und Nicolas Colsaerts (BEL) noch auf Rang 2 verdrängt.

Leaderboard Italian Open

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