Modefarbe: Rot

ITALIAN OPEN – 1. RUNDE: Deutschlands European Tour Vertreter legen im Chervo GC durch die Bank einen knallroten Start hin. Sebastian Heisele und Nicolai von Dellingshausen dürfen sich sogar über 68er Runden freuen.

Am Gardasee, einem der Deutschen liebsten Urlaubsziele, gehen Martin Kaymer, Sebastian Heisele, Hurly Long, Marcel Schneider und Nicolai von Dellingshausen auf Birdiejagd. Vor allem Martin Kaymer, der gemeinsam mit Lee Westwood, Matt Wallace und Titelverteidiger Bernd Wiesberger die Big Names des Turniers sind, hat einiges vor. Mit 5 Top 10 bei 11 Starts auf der heurigen European Tour ist Deutschlands Nummer 1 der beständigste Spieler weit oben am Leaderboard. Nur der längst überfällige erste Sieg seit 6 Jahren wollte bislang noch nicht gelingen. Zum Auftakt allerdings bringen zwei andere Deutsche noch tiefere Runden als die ehemalige Nummer 1 der Welt zum Recording.

Sebastian Heisele muss sich zwar wegen frühmorgendlichen Nebels zunächst eine halbe Stunde länger gedulden als eigentlich vorgesehen, findet sich auf den Backnine aber rasch sehr gut zurecht und sammelt auf der 12, der 15 und der 18 gleich drei Birdies auf, die ihn von Beginn an weit vorne mitmischen lassen. Die 1 bremst ihn dann zu Beginn der Frontnine zwar mit dem ersten Bogey etwas ein, der 32-jährige lässt sich vom Fehler aber nicht beirren und bleibt seinem Gameplan weiterhin treu, der ihm von beiden Par 5 Bahnen der vorderen Platzhälfte noch Birdies einbringt. Mit der 68 (-4) legt der großgewachsene Deutsche als 28. einen gelungenen Start ins Turnier hin.

Ebenfalls auf Cutkurs

Martin Kaymer zeigt sich auf seinen ersten neun Bahnen in Italien von der ganz sicheren Seite. Gleich auf der 11, seiner zweiten Bahn und dem ersten Par 5, sammelt er das erste Birdie auf und legt kurz vor dem Wechsel auf die vordere Platzhälfte am zweiten langen Loch ein weiteres Birdie nach. Dieses gibt er dann kaum auf den Frontnine angekommen zwar postwendend wieder aus der Hand, egalisiert den Faux-pas jedoch zwei Bahnen später und krallt sich am Par 5 der 6 das bereits vierte Birdie des Tages. Unaufgeregt spult der zweifache Major-Champion die verbleibenden Löcher ab und darf sich so mit der 69 (-3) und als 50. über einen recht brauchbaren Start freuen.

Hurly Long beginnt mit einem schnellen Birdie am Par 3 der 2 richtig gut und kann am Par 5 der 6 sogar weiter nachlegen. Danach allerdings wird es etwas shaky in seinem Spiel, denn gleich, zwei Bogeys in Folge radieren ihm die beide roten Einträge in Windeseile wieder aus. Mit einem Birdie auf der 9 beendet er die Schwächephase aber noch vor dem Turn gekonnt. Auf den zweiten Neun zeigt er dann einmal mehr, dass er zum absoluten Italien-Spezialisten wurde, denn der Sieger der Italian Challenge vor wenigen Wochen stockt sein Birdiekonto auf der 11 und der 13 noch weiter auf und marschiert so schließlich mit der 69 (-3) zum Recording, was ihn wie Martin Kaymer in eine brauchbare Position für den weiteren Turnierverlauf bringt.

Marcel Schneider hat am Nachmittag einige Schwierigkeiten richtig ins Spiel zu finden, wie eine Parserie gefolgt von einem Bogey auf der 14 beweist. Erst am Par 3 der 17 gibt er sich mit dem ersten Birdie selbst die Initialzündung, wie ein weiterer roter Eintrag danach zum Doppelpack beweist. Auf den vorderen neun Bahnen zeigt er dann fehlerloses Golf und kann von beiden der verbleibenden Par 5 Löcher noch Birdies entführen. Am Ende steht er auch er schließlich mit einer 69 (-3) wieder im Clubhaus und liegt so ebenfalls klar auf Cutkurs.

Nicolai von Dellingshausen lässt bei den tiefen Verhältnissen zwar auf seinen ersten neun Löchern nichts anbrennen und darf sich auch schon auf der 11 über ein schnelles Birdie freuen, weitere rote Einträge wollen aber zumindestens vor dem Turn keine gelingen. Auf der 3 tritt er sich sogar den scoretechnischen Ausgleich ein, der ihn allerdings sichtlich so richtig anstachelt, denn gleich danach stopft er zunächst den Eagleputt und garniert den Adler mit zwei weiteren Birdies danach. Zwar muss er auf der 17 einen Schlag wieder abgeben, mit der 69 (-3) befindet er sich aber in guter Deutscher Gesellschaft.

Laurie Canter (ENG) spielt am Donnerstag in einer ganz eigenen Liga. Der Engländer schrammt nur hauchdünn an einer 59 vorbei und diktiert mit der 60 (-12) unangefochten das Geschehen.

Leaderboard Italian Open

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