Advertisement

Autor: Joachim Widl

US PGA TOUR 2021

Die Preisgeldrangliste (Money-List) / FedExCup 2020 / 2021

(Nach Turnier: AT&T BYRON NELSON)

US PGA TOUR 2020

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
MONEY
1 1 Justin Thomas 14 $5,719,942
2 2 Bryson DeChambeau 12 $5,690,546
3 3 Viktor Hovland 16 $4,557,155
4 4 Xander Schauffele 14 $4,410,219
5 5 Cameron Smith 15 $4,258,720
6 8 Jordan Spieth 16 $3,903,681
7 6 Dustin Johnson 11 $3,835,283
8 7 Hideki Matsuyama 18 $3,772,604
9 25 Sam Burns 17 $3,670,374
10 9 Billy Horschel 16 $3,649,347
11 10 Jon Rahm 15 $3,598,433
12 11 Patrick Cantlay 15 $3,532,353
13 12 Jason Kokrak 17 $3,261,233
14 13 Stewart Cink 16 $3,253,260
15 14 Rory McIlroy 13 $3,240,342
16 15 Tony Finau 16 $3,222,524
17 19 Harris English 17 $3,222,518
18 16 Corey Conners 20 $3,174,197
19 18 Lee Westwood 12 $3,159,275
20 17 Patrick Reed 13 $3,133,030
21 27 Daniel Berger 14 $3,102,706
22 20 Collin Morikawa 14 $2,980,267
23 21 Max Homa 19 $2,943,405
24 22 Abraham Ancer 18 $2,940,771
25 23 Joaquin Niemann 16 $2,847,553
26 24 Brooks Koepka 11 $2,823,715
27 26 Sungjae Im 23 $2,775,620
28 28 Scottie Scheffler 19 $2,721,593
29 77 K.H. Lee 23 $2,523,153
30 32 Marc Leishman 16 $2,444,699
31 29 Louis Oosthuizen 13 $2,442,109
32 30 Si Woo Kim 20 $2,436,055
33 31 Brian Harman 18 $2,397,488
34 35 Carlos Ortiz 19 $2,352,046
35 33 Charley Hoffman 21 $2,290,259
36 34 Matt Jones 19 $2,268,980
37 36 Sergio Garcia 15 $2,222,400
38 37 Matthew Wolff 13 $2,161,354
39 39 Ryan Palmer 16 $2,125,637
40 38 Kevin Na 16 $2,109,364
41 40 Webb Simpson 13 $2,033,865
42 41 Keegan Bradley 19 $2,033,612
43 42 Cameron Tringale 18 $1,913,062
44 45 Talor Gooch 20 $1,862,750
45 43 Russell Henley 16 $1,852,583
46 44 Chris Kirk 16 $1,837,538
47 46 Matt Fitzpatrick 13 $1,826,468
48 47 Paul Casey 13 $1,747,910
49 48 Emiliano Grillo 20 $1,625,803
50 49 Martin Laird 18 $1,605,604
weiters:
237 237 Alex Cejka 4 $10,050

 

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

RACE TO DUBAI RANKING 2021

Die Rangliste der European Tour 2021

(Ranking nach Turnier: BRITISH MASTERS)

RACE TO DUBAI 2021

RANG
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 HORSCHEL, Billy 3 1.978,3
2 HATTON, Tyrrell 6 1.735,5
3 MORIKAWA, Collin 4 1.494,0
4 ZALATORIS, Will 3 1.262,0
5 HIGGO, Garrick 10 1.110,5
6 SCRIVENER, Jason 5 968,2
7 CASEY, Paul 4 929,8
8 HOVLAND, Viktor 4 867,4
9 MCILROY, Rory 4 803,8
10 MACINTYRE, Robert 7 791,6
11 BURMESTER, Dean 11 790,6
12 ROSE, Justin 5 754,2
13 FINAU, Tony 4 746,7
14 BLAND, Richard 9 728,0
15 RAHM, Jon 3 717,4
16 MIGLIOZZI, Guido 10 682,5
17 ROZNER, Antoine 7 674,6
18 PEREZ, Victor 6 671,2
19 FLEETWOOD, Tommy 6 655,9
20 KIEFFER, Maximilian 10 596,6
21 HARDING, Justin 11 586,4
22 STONE, Brandon 5 572,6
23 HILL, Calum 9 533,2
24 GARCIA, Sergio 5 522,2
25 CABRERA BELLO, Rafa 5 496,1
26 CATLIN, John 9 492,3
27 REED, Patrick 4 479,0
28 KITAYAMA, Kurt 9 460,5
29 SAMOOJA, Kalle 8 455,2
30 SCHWAB, Matthias 10 408,9
31 ANTCLIFF, Maverick 8 389,5
32 MERONK, Adrian 8 387,8
33 ARNAUS, Adri 9 387,7
34 LIPSKY, David 4 379,8
35 KORHONEN, Mikko 6 370,4
36 WIESBERGER, Bernd 7 369,8
37 JANEWATTANANOND, Jazz 6 366,7
38 FITZPATRICK, Matthew 5 359,7
39 HORSFIELD, Sam 5 355,5
40 OOSTHUIZEN, Louis 3 353,7
41 WALLACE, Matt 5 351,9
42 VAN TONDER, Daniel 3 350,2
43 BEZUIDENHOUT, Christiaan 6 344,6
44 VON DELLINGSHAUSEN, Nicolai 5 339,5
45 SULLIVAN, Andy 8 325,4
46 CANTER, Laurie 8 324,4
47 HØJGAARD, Rasmus 7 316,8
48 WINTHER, Jeff 8 311,0
49 PAISLEY, Chris 8 310,8
50 WARREN, Marc 4 309,6
weiters:
74 KAYMER, Martin 5 201,9
142 SCHNEIDER, Marcel 7 99,1
163 HEISELE, Sebastian 7 69,8
170 RITTHAMMER, Bernd 7 61,4
196 SCHMITT, Max 7 24,7
240 LONG, Hurly 3 5,2

Anmerkung: Die European Tour stellte das Race to Dubai ab der Saison 2018 / 2019 auf ein Punktesystem um, das im Wesentlichen kleinere Turniere im Vergleich aufwertet.

>> Komplettes Ranking im RACE TO DUBAI

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Kollektiver Absturz

BRITISH MASTERS – 2. RUNDE: Nach den Erfolgswochen auf der European Tour verpassen in The Belfry gleich alle 7 Deutschen das Wochenende, 5 davon knapp.

Die Jubelwochen mit den drei zweiten Plätzen von Kieffer und von Dellingshausen sowie starken Leistungen von Kaymer und Heisele werden im unterkühlten britischen The Belfry jäh gestoppt. Kein einziger von 7 Deutschen schafft es beim British Masters ins Finale, wobei auch viel Pech dabei ist, da Schmitt, Heisele, Ritthammer, von Dellingshausen und Kieffer nach 36 Löchern um nur einen einzigen Schlag zuviel auf der Scorekarte haben. Bei Kaymer und Schneider reicht es deutlich nicht.

Nur Schmitt in guter Position

Von den 7 gestarteten Deutschen konnte am Eröffnungstag nur Max Schmitt mithalten, das dafür mit 68 Schlägen und Platz 3 ganz hervorragend. Sebastian Heisele lag bei Even Par wenigstens noch auf Cutkurs.

Martin Kaymer beginnt am Nachmittag mit deutlich nachgeschärftem Spiel und nutzt das erste Par 5 programmgemäß zum frühen Birdie, womit er bereits innerhalb der Cutmarke aufscheint. Loch 5 spendiert dem Düsseldorfer wie schon am Vortag das willkommene Birdie. Erstmals kommt Stress an der 6 auf, nachdem er seinen Tee-Shot wegbügelt, erst nach drei Schlägen wenigstens den Grünbunker erreicht und noch ein gutes Bogey spielt. An der 9 wird Kaymer ein Opfer der stumpfen Grüns und puttet dreimal zum Bogey.

Die schwarze Serie hält auch zu Beginn der hinteren 9 Löcher an: an der drivebaren 10 versenkt er den Abschlag im Wassergraben, chippt etwas zu weit und gibt einen weiteren Schlag ab. Am überlangen Par 3 der 12 verzieht Kaymer aus 220 Metern nach rechts und wassert im einsetzenden Regen seinen Ball. Nachdem auch noch der Bogeyputt am Loch vorbeikriecht schrillen endgültig alle Alarmglocken.

Kaymers letzte Hoffnung sind die beiden Par 5 im Finish, doch an der 15 ist der Birdieputt gut 20 Meter lang und das kleine Distanz-Wunder bleibt auch aus, auch an der 17 geht nichts mehr. Mit zu hoher Fehlerquote und auch zu wenig Erfolg auf den guten Birdielöchern notiert Kaymer die 76 und scheitert sogar deutlich am Cut.

Schmitt stürzt im Finish ab

Max Schmitt nimmt sich gleich auf den ersten drei Bahnen mit zwei Bogeys vorerst einmal aus dem Rennen weit oben am Leaderboard. Nicht einmal das erste Par 5 bringt ein Erfolgserlebnis, im Gegenteil. Erst nach 6 Schlägen marschiert der Rheinhesse vom Grün. Vom Birdie am nächsten Par 5 profitiert auch nicht, da er postwendend den Schlag wieder abgibt. Den Puffer von nur noch zwei Schlägen auf den Cut verspielt Schmitt im schweren Finish mit Doppelbogey und Bogey und stürzt so vom 4. Rang ins Bodenlose ab

Nicolai von Dellingshausen befördert sich gleich auf den ersten drei Löchern mit Doppelbogey und Bogey konsequent hinter die Cutmarke. Danach erfängt er sich und beginnt mit zwei Birdies den Rückstand schrittweise wieder abzubauen. Die tapfere Aufholjagd wird vom Bogey an der 5 gestoppt, womit sich wie schon gestern nur die 73 ausgeht, die auch von Dellingshausen vorzeitig aus dem Turnier befördert.

Bei kühl-feuchtem Wetter bringt Max Kieffer ein deutlich solideres Spiel auf den Golfplatz und belohnt sich gleich an der kurzen 11, seiner zweiten Bahn, mit dem Birdie. Die besten Birdielöcher, die Par 5 der Back 9, kann er jedoch nicht nutzen. Erste Bogeys an der 16 und 18 entfernen ihn gefährlich weit von der Cutmarke. Mehr als sein Tagesergebnis auf Even Par zurückzustellen will nicht mehr gelingen, somit genehmigt sich Kieffer sein zweites freies Wochenende in Folge.

Bernd Ritthammer prolongiert seine Birdieflaute auch beim zweiten Umlauf. Die wenigen Bogeys sind daher umso teurer hinsichtlich seiner Finalchancen. Erneut fällt nur ein einziger müder Birdieputt: mit der 73 geht sich ebenfalls der Cut nicht aus.

Sebastian Heisele gerät mit einem frühen Bogey-Doppelschlag rasch in die Defensive. So richtig ins Laufen will auch danach sein Spiel nicht kommen. Mehr als zwei Birdies kann der Longhitter nicht aus dem Kurs quetschen und kassiert auch zwei weitere Bogeys, womit sich nur die 74 ausgeht, die nicht reicht.

CUT bei: +1

Leaderboard British Masters

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Schmitt der einzige Rote

BRITISH MASTERS – 1. RUNDE: Nur Max Schmitt bringt mit der 68 eine rote Deutsche Runde zustande, die reicht aber gleich für Platz 3.

Mit geschlossen starken Leistungen, zwei zweiten Plätzen von Max Kieffer, einem zweiten von Nicolai von Dellingshausen und zum Drüberstreuen ein Top 10 zuletzt von Sebastian Heisele begeisterten zuletzt Deutschlands European Tourpros ihre Fans. Auch Martin Kaymer überzeugte mit einem 3. Platz in Österreich, somit sind die Vorzeichen mehr als nur ermutigend für das British Masters.

Zuletzt wurde in The Belfry im August 2020 auf der European Tour gespielt, wo Martin Kaymer um den Titel mitspielte und sich nur um einen Schlag Rasmus Hojgaard geschlagen geben musste.

Schmitt mit perfekter zweiter Hälfte

Max Schmitt legt ein munteres Birdie-Bogey-Pingpong am gepflegten englischen Rasen ab, tritt damit jedoch bis zur Halbzeit auf der Stelle. Erst danach gelingt es ihm die Fehlerquote auf Null zu reduzieren. Zwei Birdie-Doppelpacks entwickeln so ausreichend Schubkraft um noch die starke 68 (-4) zu posten und bis auf Platz 3 vorzustossen.

Kaymer mit viel zu vielen Fehlern

Martin Kaymer kann den Bonus der frühen Startzeit mit perfekten Grüns nicht nützen, weil das lange Spiel noch sehr verschlafen wirkt: zwei Bogeys in der Anfangsphase sind dafür die Strafe. Selbst der Birdie-Konter am ersten Par 5 hilft nicht weiter, da er sofort drauf wieder einen Schlag abgibt. Der wilde Ritt geht weiter, wobei er erneut von einem Birdie aufgrund des sofort folgenden Bogeys nicht profitieren kann und den Turn so nur in 2 über Par erreicht.

Auch danach streut der Rheinländer immer wieder Bogeys ein, die eine Aufholjagd torpedieren. Tiefpunkt der bunten Auftaktrunde ist das Doppelbogey am vorletzten Loch. Selbst mit einem 5. Birdie postet Kaymer nichts Besseres als die 74 und wird am zweiten Tag alle Hände voll zu tun haben noch das Wochenende anzusteuern.

Nicolai von Dellingshausen legt mit zwei schnellen Birdies einen Blitzstart hin, kann die Präzision in seinem Spiel jedoch nicht lange halten. Mit zwei Bogeys und Doppelbogey geht es noch auf der ersten Halbzeit ab in die schwarzen Zahlen. Danach stabilisiert er zwar sein Spiel, mehr als die 73 (+1) geht sich aber nicht mehr aus.

Max Kieffer präsentiert sich am Nachmittag bei weitem nicht in der Birdielaune der letzten Wochen. Ein frühes Bogey kann er noch ausgleichen, ehe er auf den schweren Bahnen kurz vor der Halbzeit zwei weitere Schläge abgibt. Die Schwerarbeit setzt sich auch danach fort, mit nur noch einem zweiten Birdie schleppt sich der Düsseldorfer mit der 74 (+2) herein.

Gar nur ein einziges Birdie verewigt Bernd Ritthammer auf seiner Scorekarte. Dank äußerst geringer Fehlerquote kann der Bayer mit der 73 (+1) zum Auftakt wohl ganz gut leben. Mit allerletzter Startzeit findet Sebastian Heisele weiterhin perfekte und praktisch Windstille Bedingungen vor. Eine bunte Runde droht mit dem Doppelbogey an der 13 ins Negative zu rutschen, mit drei Birdies im Finish rettet er aber noch die Par-Runde von 72 Schlägen, mit guten Chancen auf den Cut.

Österreichische Führung in The Belfry

Mit früher Startzeit und 7 Birdies stürmt Matthias Schwab zur frühen Führung mit 66 Schlägen, die bis zum Abend halten sollte. Der Österreicher legt mit präzisen Drives die Basis, weicht so dem giftigen Rough erfolgreich aus und locht auch einige länger Putts, wie jenen am vorletzten Loch zum Birdie aus 7 Metern.

Leaderboard British Masters

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Cejka ein Senior Major-Champion

REGIONS TRADITION – Alex Cejka schlägt Titelverteidiger Steve Stricker im Playoff und holt sich seinen ersten Senior Major-Titel.

Bei erst seinem dritten Start auf der Champions Tour schlägt Alex Cejka gleich voll zu und praktischerweise gleich bei einem Major der Senioren: der frisch 50-er schlägt dabei Meister-Putter und Titelverteidiger Steve Stricker mit seinen eigenen Waffen und versenkt aus über drei Metern den Winning-Putt zum Birdie am ersten Extraloch: “Ich bin einer der Tausenden, Millionen Menschen, die einen Traum hatten und den verwirklichten,” reagiert der Deutsche entsprechend emotional, “es ist unglaublich, ich kanns noch immer nicht glauben und mir fehlen die Worte.”

Dafür ließ Cejka vor am Finaltag der Regions Tradition in Alabama den Putter für sich sprechen, der ihn so oft in der langen Karriere im Stich gelassen hatte. Auf den Back 9 dreht er mit genauem Spiel und starken Putts einen Rückstand von drei Schlägen in einen Vorsprung von zwei. Mit der 67 setzt er die Bestmarke bei 18 unter Par, die Stricker jedoch am Schlussloch mit Birdie aus drei Metern egalisiert und ein Stechen erzwingt. Cejka hat jedoch aufgepasst, hat am ersten Extraloch praktisch den gleichen Putt und rollt diesen seelenruhig zum Titelgewinn ins Loch, während Meisterputter Stricker verschiebt: “Ich war mir zu 99% sicher, dass er seinen Putt lochen wird, also musste ich meinen auch machen,” lacht Cejka, der den Kampf auf Biegen und Brechen einfach liebt.

Cejka, dessen Eltern mit ihm als Kind aus der Tschechischen Republik geflohen waren, liefert einmal mehr eine Cinderella-Story ab. Für das erste Senior Major des Jahres qualifizierte er sich gerade noch durch einen zweiten Platz beim Chubb Classic – als Montags-Qualifikant! Damit war er aber nur 1. Reserve für die Regions Tradition und rutschte erst als Letzer ins Starterfeld, nachdem Jay Haas am Montag seine Nennung zurückziehen musste.

Bernhard Langer muss sich mit der ungewohnten Rolle des zweitbesten Deutschen begnügen, erreicht aber als 6. ebenfalls ein Topergebnis.

Endergebnis Regions Tradition

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Heisele springt ein

CANARY CHAMPIONSHIP – FINAL: Sebastian Heisele sorgt auf Teneriffa für das vierte Deutsche Topergebnis auf der European Tour in ebenso vielen Wochen.

Deutschlands Tour-Pros nutzen weiterhin die kleinen European Tour-Events der Vorsaison perfekt zu ihren Gunsten aus: nach den zwei zweiten Plätzen von Max Kieffer und dem gleichen Ergebnis zuletzt von Nicolai von Dellingshausen ist zum Abschluss des Canarian Swings Sebastian Heisele zur Stelle um mit Platz 9 ein Ausrufezeichen zu setzen.

Bernd Ritthammer und Sebastian Heisele gingen schon in Tuchfühlung zu den Top 10 in den Finaltag auf Teneriffa, allerdings waren angesichts ultratiefer Scores auch Superrunden gefordert.

Sebastian Heisele bekommt am Finaltag endlich das verflixte Par 5 der 3. Bahn unter Kontrolle, das ihm bereits ein Doppelbogey und Bogey kostete und holt sich beim vierten Versuch endlich ein Birdie ab. Das bringt auch den Putter auf Touren, wie der genächste gelochte Putt zum Birdie beweist. Das lange Spiel bleibt lasergenau und der Putter brandheiß, was noch vor dem Turn zu weiteren drei Birdies führt und den Bayern erstmals unter die besten 10 vorstoßen lässt.

Auf den letzte 9 attackiert Heisele munter weiter und schnappt sich am Par 5 der 11 das nächste Birdie, dem er sofort ein weiteres folgen lässt. Stilvoll beendet der Longhitter seinen Auftritt auf Teneriffa mit einem Par 5-Birdie und sorgt mit der 63 für eine der tiefsten Finalrunden, die ihn noch bis auf Platz 9 vorne spült. Heisele erkämpft sich damit sein bestes Ergebnis seit Platz 4 bei der Italian Open im Oktober vergangenen Jahres und erhält als Bonus einen Startplatz für das British Masters kommende Woche.


Auch Bernd Ritthammer startet verheißungsvoll mit Birdie in seinen Golfsonntag. Das gefährliche 3. Loch, ein Par 5, stellt ihm jedoch ein Bein und knöpft ihm ein Doppelbogey ab, was er sich angesichts allgemein tiefer Scores so gar nicht leisten kann. Bis zum 7. Loch dauert es, ehe Ritthammer sein Score mit weiteren Birdies wieder in den roten Bereich drehen kann. Nach einem weiteren Schlagverlust an der 8 erreicht Bernd den Turn nur in Even Par und rutscht so bereits um knapp 20 Ränge ab.

Die Back 9 gelingen Ritthammer dann deutlich besser: mit fehlerlosem Spiel und vor allem einem tollen Finish mit drei Birdies auf den letzten vier Löchern stürmt er mit der 67 über die Ziellinie und verteidigt so wenigstens halbwegs seine Position mit Platz 20.

Bei Max Schmitt ist nach dem total verpatzten Samstag bereits die Luft draussen. Mit der Par-Runde kann er die rote Laterne nicht mehr abgeben.


3. RUNDE: Bernd Ritthammer zündete am Freitag den Birdieturbo und marschierte mit einer knallroten 64 (-7) um gleich 50 Plätze am Leaderboard nach vor.

Das gute Gefühl nimmt er auch in den Moving Day mit und nutzt erneut die Birdielöcher 3 bis 6, diesmal absolut perfekt zu einem Birdie-Viererpack, der ihn schon unter die Top 5 bringt. Erst ein ungenaues Eisen am Par 3 der 7 stoppt den Erfolgslauf mit dem Bogey.

Erst nach einem weiteren Bogey zu Beginn der Back 9 findet Ritthammer den roten Faden wieder und marschiert mit zwei Birdies wieder in die richtige Richtung. Im starken Wind bleiben weitere Birdies aus, immerhin verhindert Ritthammer weitere Schlagverluste und bringt die starke 67 herein.


Sebastian Heisele geht von der 10 weg auf Birdiejagd und holt sich am ersten Par 5 gleich das erste Erfolgserlebnis. Das beflügelt den Bayern sichtlich, wie zwei weitere rote Einträge auf der Scorekarte zeigen. Danach gönnt sich Sebastian im langsam stärker werdenden Wind eine Schaffenspause um nach dem Turn mit einem weiteren Birdie-Doppelschlag wieder Fahrt aufzunehmen. Den einzigen Schlagverlust des Tages leistet sich Heisele ausgerechnet auf einem Par 5, den er jedoch rasch wieder ausbessert und so die hervorragende 66 postet.


Max Schmitt muss an der 10 weg ran, wo er an den Vortagen auf den Bahnen 10 bis 12 seine Schlagverluste kassierte. Das ändert sich mit Bogeys an der 10 und 12 auch am Samstag nicht. Die frühen Tiefschläge verunsichern den Rheinhessen offensichtlich. Bis zum Turn gehen zwei weitere Schläge verloren, darunter auch auf einem Par 5. Danach werden die Fehler noch teurer mit Doppel- und Tripplebogey und bunkern Schmitt mit der 81 am falschen Ende des Leaderboards ein.

Higgo der Herr der Inseln

Südafrikas Jungstar Garrick Higgo holt nach dem Titel von Gran Canaria auch jenen von Teneriffa, und das in beeindruckender Manier: der 21-jährige gewinnt bei 27 unter Par mit satten 6 Schlägen Vorsprung auf den Australier Maverick Antcliff und verpasst nur um zwei Schläge den Allzeitrekord für das tiefste 72 Loch-Ergebnis der European Tour-Geschichte, das Ernie Els vor 18 Jahren in Australien aufstellte.

Endergebnis Canary Island Championship

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Was Kinder über Cybersecurity wissen müssen

Dass das Internet nicht nur Vorteile für die Menschheit gebracht hat, sondern ein Medium ist, dass alle Facetten der menschlichen Seele abbildet, sollte eigentlich allen Nutzerinnen und Nutzern klar sein. Denken Sie nur an die Werbung, die Sie ab und zu auch auf Webseiten sehen, die eigentlich jugendfrei sein sollten. Dass Inhalte im Internet auftauchen, die nicht für Kinderaugen bestimmt sind, kommt quasi täglich vor. Doch wie steht es in einer Zeit, in der Online-Aktivitäten den Tag bestimmen, um die Sicherheit im Netz?

Seit dem Ausbruch von Covid-19 haben sich unsere Aktivitäten größtenteils in die virtuelle Welt verlagert. Das gilt auch für Kinder, denn mit den Schulschließungen, den Schließungen von Kitas und zeitweise sogar den Spielplätzen wurde der Laptop oder das Tablet zum Spielgefährten, zur Lehrerin und zum Erzieher in einem. Viele Eltern wären ohne die Hilfe von Google, Disney, verschiedenen Spieleherstellern und anderen Online Anbietern, die das Kind während des Homeoffice bespaßen oder erziehen konnten, komplett überfordert und sind es noch.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Wie Sie Ihr Kind schützen können, richtet sich in erster Linie nach dem Alter. Denn wenn ein Kleinkind mit vier Jahren unbeaufsichtigt an einem Laptop spielt, ist das natürlich etwas anderes als ein 10-jähriges Kind, das bereits lesen und schreiben kann. Die Fähigkeiten des Kindes sind entscheidend dafür, wie man es schützen kann, aber auch dafür, welche Gefahren vom unbeaufsichtigten Spielen im Netz ausgehen können. Anfangen muss man hier schon bei der Sicherung des Geräts selbst, denn viele Menschen vergessen, an Computern, die nur zu Hause genutzt werden, Zugangsbeschränkung einzurichten.

Es soll so bereits vorgekommen sein, dass sich Kinder über den Account der Eltern Zugang zu einem Casino verschafft und dort fröhlich deren Geld verspielt haben. Wer als Kind die bunten, blinkenden Slots spannend fand, kann heute sofort mit diversen Casino Boni ohne Einzahlung und Echtgeld wieder in diese farbenfrohe Atmosphäre eintauchen. Wer nicht möchte, dass das Kind Zahlungen auf Webseiten auslöst, sollte unbedingt mit starken Passwörtern gegensteuern. Doch beachten Sie dabei: Auch das beste Passwort nutzt nichts, wenn Sie es im Browser Ihres Geräts speichern.

Die Einrichtung eines Passworts für das Gerät selbst hilft auch, um immer darüber Bescheid zu wissen, wann Ihr Kind gerade daran spielt. Wenn es das Gerät nutzen will, muss es also über Sie gehen. So können Sie übrigens auch die Dauer des Spielens im Auge behalten, was ein pädagogischer Nebeneffekt ist.

Welche Programme darf das Kind nutzen?

Ist Ihr Schützling bereits aktiv oder hat sogar einen eigenen Laptop, sollten Sie sich bewusst sein, welche Programme auf dem Gerät installiert und ob diese jugendfrei und zugangsbeschränkt sind. Wussten Sie, dass Instagram, Facebook und Twitter erst ab 13 Jahren genutzt werden dürfen? Kinder unter 13 haben auf diesen Plattformen somit generell nichts verloren. Sie sollten daher auch keinerlei Zugang zu diesen Diensten erlangen.

Gerade Messenger-Apps sind Orte, an denen auf Kinder geachtet werden muss, denn sie können dort im offenen Internet gezielt angesprochen werden. Dabei muss man nicht einmal an das Schlimmste denken. Viele Plattformen finanzieren sich über das Schalten von Werbung, die über die Nutzung von Schlüsselwörtern automatisch generiert wird. Da das Taschengeld vieler Kinder für manche Unternehmen interessant ist, werden solche Messenger häufig mit Werbung überschüttet.

Denken Sie nur an die Ausbreitung von Klingeltönen, die noch vor ein paar Jahren das Internet geflutet haben und bald in die Kinderzimmer gelangten. Die Werbung dafür ging speziell an Kinder und Jugendliche, die sich per SMS neue Klingeltöne kaufen konnten. Ein Millionengeschäft.

Es gibt zwar eine Selbstverpflichtung von Unternehmen im Online Handel, die das gezielte Bewerben von Kindern ausschließt, dennoch findet sich derzeit kein Verbot. Sie sollten daher selbst überwachen, welche Art von Werbung Ihr Kind zu sehen bekommt.

Das Überwachen der Online-Aktivitäten

Selbst wenn man noch nicht lesen und schreiben kann – auf Bilder klicken, dazu braucht es keine Schulbildung, das funktioniert ganz intuitiv. Kinder sind neugierig und lernen bekanntlich schnell. Wer seinen Sprössling also irgendwann allein spielen lassen, aber dennoch den Überblick behalten möchte, wo er sich gerade herumtreibt, sollte über Software nachdenken, die Sicherheitsschranken für Apps einführt, die nicht jugendfrei sind. Gerade für das Smartphone und Tablet sind hier Programme auf den Markt gekommen, die vielversprechend sind.

Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass der Nutzer, die Nutzerin eines Smartphones ein eigenes Profil erhält. Dieses Profil bekommt nur auf spezielle Programme Zugriff. So können Sie als Elternteil schon vorab bestimmte Apps für das Kind unsichtbar machen. Außerdem lassen sich in den App Stores Altersbeschränkungen einstellen. So werden den Kindern hier nur Spiele für Personen unter 6 Jahren etc. angezeigt. Davon meist noch immer ausgeschlossen ist die Nutzung von Google auf Smartphone und Co.

Verbieten oder erklären? Was kann man Kindern zumuten?

Das richtet sich zunächst erneut nach den individuellen Fähigkeiten des Kindes und nach Ihren Ansichten zur Kindererziehung. Wer beispielsweise antiautoritär erziehen möchte, wird Verbote wohl ablehnen. Da hilft nur noch das Erklären. Dagegen spricht zunächst nichts. Da Kinder schnell lernen, sollten Sie unbedingt schon früh damit anfangen, Ihren Schützling über Gefahren aufzuklären. Denn auch wenn Sie Zuhause den Überblick über die Online-Aktivitäten Ihres Kindes behalten können, Kinder tauschen sich aus und finden generell immer einen Weg, sich verbotene Dinge anzusehen.

Um das Verbotene dadurch nicht noch attraktiver werden zu lassen, sollten Sie offen damit umgehen. Es hilft, Kindern schon früh klar zu machen, dass es auch im Internet das meiste nicht umsonst gibt. Gerade Internetwerbung, die Kinder erst auf die Pirsch gehen lässt, ist dabei etwas, das kritisch betrachtet werden sollte. Kinder nehmen Werbung anders wahr und sind empfänglicher für die Werbebotschaften, die vor allem das Bedürfnis auslösen sollen, dass das angepriesene Produkt gebraucht wird.

Der eigene Medienkonsum spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn wer selbst ununterbrochen an seinem Smartphone spielt, darüber kommuniziert und kaum Platz für Freizeitbeschäftigungen außerhalb dieses Mediums lässt, kann sein Kind nicht verurteilen, wenn es die gleichen Fehler macht. Um gar nicht erst Angst um die Sicherheit des eigenen Kindes im Internet aufkommen zu lassen, sollten Sie Alternativen anbieten, die nichts mit dem Medium zu tun haben. Wie wäre es also mit einem klassischen Brettspiel wie Mensch ärgere dich nicht? Seien Sie Vorbild, dann tut Ihr Sprössling es Ihnen bestenfalls gleich.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Deutsche Dominanz

AUSTRIAN GOLF OPEN – 3 RUNDE: Martin Kaymer und der Spanier Canizares gehen als Co-Leader ins Finale, mit Max Kieffer als Drittem ebenfalls als Titelkandidat.

Mit Martin Kaymer und Max Kieffer hat Deutschland gleich zwei heiße Eisen im Titelkampf bei der Austrian Golf Open. Nicolai von Dellingshausen stürmt mit bester Turnierrunde von 65 Schlägen auf Platz 8 vor.

Kaymer im Titelrennen

Martin Kaymer konnte über Nacht die Eisen auf Betriebstemperatur halten und eröffnet sich gleich auf den ersten beiden Löchern entsprechende Chancen, die er zu einem Birdie-Doppelschlag nutzt und an die Spitze stürmt. Auf zweiten Par 5 verpasst er es seine Führung auszubauen: Abschlag ins Rough, Annäherung zu kurz, Chip zu kurz und Dreimeter-Putt ausgelippt.

Canizares entwickelt sich nach konservativem Beginn zur Birdiemaschine und stürmt mit einem Birdie-Viererpack an der Spitze davon. Kaymer hat Mühe dran zu bleiben, erst an der 7 schießt er wieder nahe zum Stock und arbeitet sich mit Birdie näher heran. Der Spanier backt sich dagegen ein Spiegelei rund ums 7. Grün, kommt erst beim zweiten Versuch aus dem Grünbunker und ist nach dem Doppelbogey wieder gemeinsamer Spitzenreiter mit Kaymer.

Das Deutsche Duo bleibt auch zu Beginn der Back 9 spielbestimmend: Kaymer versenkt an der 10 aus knapp 6 Metern zum Birdie. Aus dem Nichts heraus passiert das erste Bogey nach knapp überschlagenem Schlag ins 11. Grün, als der Chip zu weit ausrollt und der Par-Putt knapp nicht fällt. Ausgerechnet am Par 5 der 15 geht ein weiterer Schlag verloren, diesmal mit einem Dreiputt aus nicht mehr als 7 Metern. Dafür versenkt Kaymer quer übers nächste Grüns aus gut 18 Metern seinen Ball zum Birdie und bessert so das Malheur wieder aus. Einen letzten Stresstest aus dem Grünbunker besteht Kaymer nervenstark am Schlussloch, da der Par-Putt aus 5 Metern fällt. Mit der 69 geht Kaymer als geteilter Führender mit Canizares in den Sonntag.

Maximilian Kieffer holt sich am leichten Eröffnungsloch das Pflichtbirdie ab und schießt an der kurzen 3 einen Meter zur Fahne und macht so schnell zwei Schläge gut. Auch am zweiten Par 5 ist Kiwi zur Stelle, trifft zwar beim Grünschlag den Bunker, sichert sich aber souverän das Sandy Birdie, womit es eine deutsche Doppelführung gibt. Mit seinem sicheren Spiel kommt der Düsseldorfer bislang nie wirklich in Probleme. Auch das Gefühl für die Grüns hat er, wie Birdie Nummer 4 aus drei Metern am 7. Grün beweist.

Kieffer agiert auf den Grüns immer selbstbewusster: an der 12 nimmt er aus gut 10 Metern perfekt Mass und geht mit dem Birdie auf 5 unter Par für den Tag. Sein erster Fehler ist ein klassischer Unforced Error: aus der Birdiechance aus rund einem Meter an der 13 produziert Kiwi ein Dreiputt-Bogey! Das erweist sich als Wirkungstreffer, denn am nächsten Grün schiebt Kieffer den Par-Putt aus unter zwei Metern ebenfalls vorbei. Besser geht es sichtlich aus größerer Distanz, wie am 16. Grün, als endlich wieder ein guter Birdieputt gelingt. Die zweite 68 in Folge hält ihn auch in Schlagdistanz zur Spitze mit allen Möglichkeiten für den Sonntag. “Ich hatte einen guten Tag heute. Das lange Spiel war auf allen Runden gut, nur das Putten war hie und da ein wenig wackelig,” fasst Kieffer seinen Golfsamstag zufrieden zusammen.

Nicolai von Dellingshausen legt los wie von der sprichwörtlichen Tarantel gestochen und pusht sich mit gleich vier Birdies auf den ersten sechs Löchern sogar bis an die Top 10 heran. Erst ein Bogey kurz vor dem Turn auf der 9 bremst den Vorwärtsdrang erstmals etwas ab. Fast trotzig stopft er jedoch gleich danach auf der anspruchsvollen 10 den nächsten Putt und gleich den Fehler so prompt wieder aus.

Das bringt den 28-jährigen auch wieder so richtig auf den Geschmack, wie ein roter Triplepack von der 13 bis zur 15 unterstreicht. Ohne jegliche Probleme bringt er das knallrote Ergebnis dann über die Zeit und marschiert so mit einer 65 (-7) zum Recording, die ihm vor der Finalrunde eine richtig starke Position einbringt.

Max Schmitt beginnt die Runde gleich mit einem Paukenschlag, denn am Par 5 der 1 locht er sogar zum Eagle. Mit einem weiteren Birdie auf der 5 geht es dann erstmals spürbar nach vor, mit einem Doppelbogey danach am Par 3 torpediert er sich die geplante Aufholjagd jedoch heftig. Auf den zweiten Neun gibt er dann mit drei Birdies und einem Eagle aber wieder Gas, macht sich jedoch abermals mit Bogey und Doppelbogey das Leben schwer. Am Ende leuchtet aber immerhin die 69 (-3) auf, womit es doch spürbar weiter nach vorne geht.

Bernd Ritthammer beginnt mit einem Par 5 Birdie zwar standesgemäß, tritt sich auf der zweiten langen Bahn aber den Ausgleich ein. Die Reaktion passt mit einem Birdie gleich danach aber perfekt, da sich auch auf der 8 aber nur ein Bogey ausgeht, kommt er lediglich bei Level Par auf den Backnine an. Erst am vorletzten Loch kann der Bayer mit Birdie wenigstens die 71 sichern, tritt damit jedoch auf der Stelle.

Marcel Schneider muss mit allererster Startzeit als “Lonely Boy” alleine auf die Runde, findet sich mit drei Birdies bei nur einem Bogey bis zur 8 aber gut zurecht. Die 9 entwickelt sich dann aber zum Stolperstein und wirft ihn mit einem Doppelbogey hart auf Level Par zurück. Vom Faux-pas erholt er sich aber gut und marschiert mit zwei Birdies wieder um etliche Ränge nach vor. Da ihm das Par 5 der 16 dann aber noch einen Schlagverlust umhängt, muss er sich am Samstag mit der zartrosa 71 (-1) zufrieden geben.

Leaderboard Austrian Open

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Zwei heiße Eisen

AUSTRIAN OPEN – 2. RUNDE: Martin Kaymer und Max Kieffer gehen als gefährlichste Verfolger von Spitzenreiter Canizares in das Wochenende.

Mit Martin Kaymer als Zweiten sowie Hurly Long und Bernd Ritthammer als Zehnte agierten Deutschlands Pros zum Auftakt der Austrian Golf Open fast wie mit Heimvorteil. Die eiskalten und windigen Bedingungen sollten auch am Freitag für einen ungemütlichen Arbeitstag sorgen, an dem es galt Position für das Wochenende zu halten.

Martin Kaymer schließt nahtlos an den Auftakt an und versenkt gleich am Eröffnungsloch den ersten Birdieputt. Obwohl am zweiten Par 5 ein Riesenbaum im Weg steht, cuttet er den Ball gekonnt links herum und belohnt sich mit dem Zweiputt-Birdie. Erstmals kommt am Par 3 der 6 Stress auf, als er dreimal den Putter bemühen muss und das Bogey kassiert. Der Rheinländer schlägt aber in der Eiseskälte einige brandheiße Eisen, wie etwa ins 9. Grün, wo auch noch der Birdieputt aus knapp zwei Metern fällt.

Als erster Verfolger von Canizares, der bei 7 unter Par im Clubhaus wartet, schwingt sich Kaymer auf die Back 9 und bunkert sich vom Tee an der Bunkerkante ein. Nach Vorlage segelt sein Ball auf zwei Meter zum Stock, nur der Par-Putt will nicht rein. Den verlorenen Schlag holt er sich zwei Grüns später zurück, als ein weiteres starkes Eisen dem Putter nur wenig Arbeit übrig lässt.

Am längsten Par 3 versenkt Kaymer seinen Abschlag links in den Büschen und rettet sich aus der Situation noch mit einem guten Bogey. Erneut hat er aber die richtige Antwort parat und locht am nächsten Grün seinen 6 Meter-Putt zum Birdie. Am Schlussloch ergibt sich nach einem letzten perfekten Eisenschlag sogar die Chance zur geteilten Führung, nur der Putter spielt aus zwei Metern nicht mehr mit. Mit der 70 bleiben die Siegchancen jedoch voll intakt.

Kieffer schließt auf

Max Kieffer nutzt die frühe Startzeit und die windschwachen Bedingungen perfekt aus, holt auf den Par 5 gleich zwei Schläge heraus und dockt so rasch an den Top 10 an. Mit zwei weiteren Birdies etabliert sich Kieffer zur heißesten Aktie am Platz und schließt zur absoluten Spitze auf. Den einzigen Fehler, der an der 11 zum Bogey führt, kontert Kiwi mit einem weiteren Par 5-Birdie und postet mit der 68 die tiefste Runde der Vormittagsgruppe aufs Board und ist am Ende des Tages hervorragender 5.

Hurly Long findet nicht mehr den Zug nach vorne, der ihn am Donnerstag Morgen ausgezeichnet hatte. Erst nach 10 gespielten Löchern fällt der erste Birdieputt, nachdem bereits zwei Bogeys auf die Scorekarte wanderten. Im Finish kommt es knüppeldick für Deutschlands Aufsteiger: mit Triple- und Doppelbogey und der 78 schießt sich Long spektakulär aus dem Turnier.

Nicolai von Dellingshausen kann bis zur Halbzeit von gelegentlichen Birdies nicht profitieren, da er immer wieder auch Bogeys einstreut. Erst danach platzt der Knoten und mit drei Birdies auf einer Strecke von vier Löchern lässt er keinen Zweifel aufkommen, was er an diesem Wochenende vorhat. Selbst mit Bogey und Doppelbogey im Finish geht es sich mit der Par-Runde als 47. souverän aus.

Bernd Ritthammer leidet am Freitag unter hartnäckiger Birdiesperre und reiht statt dessen ein Par nach dem anderen auf die Scorekarte. Die vergebenen Chancen rächen sich nach 11 gespielten Löchern in Form eines Doppelbogeys aus dem Nichts heraus. Birdielos und mit einem späten Bogey am Buckel schleppt der Bayer die 75 herein, dank der starken Auftaktrunde zieht auch er als 39. ins Finale ein.

Max Schmitt droht sich nach einer Schwächephase rund um den Turn mit zwei Doppelbogeys um den Lohn der starken Auftaktrunde zu bringen, findet jedoch noch zwei Birdies auf der zweiten Platzhälfte. Selbst mit der bescheidenen 75 geht es sich mit dem Finaleinzug aus.

Marcel Schneider startet eine beherzte Aufholjagd mit gleich drei Birdies auf den ersten vier Löchern. Nach dem Doppelbogey am engen 8. Loch wird es wieder ein beinharter Tanz an der Cutmarke. Ausgeglichen Back 9 sichern die starke 70 ab, mit der Schneider als 6. Deutscher um das Preisgeld mitspielen wird.

Leaderboard Austrian Open

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube

Wie ein Heimspiel

AUSTRIAN GOLF OPEN – 1. RUNDE: Martin Kaymer muss mit der 68 nur Alejandro Canizares vorerst den Vortritt lassen. Auch Long und Ritthammer eröffnen stark.

Die European Tour verlegte coronabedingt ihren Europastart von Portugal nach Österreich, wo erneut im Diamond Country Club von Atzenbrugg die Austrian Golf Open ausgetragen wird. Den mit einer Million Euro dotierten Event nutzt auch Martin Kaymer um erstmals nach drei Wochen wieder den Birdies nachzujagen. Obwohl so nahe, fand der 36-jährige zuletzt vor 14 Jahren den Weg zu Österreichs Topevent auf der European Tour. Mit Ritthammer, Knappe, Long, Kieffer, Schneider, Heisele, Schmitt und von Dellingshausen sind insgesamt 9 Deutsche in Niederösterreich am Start.

Hurly Long muss bei bitterkalten 2 Grad als Allererster raus auf den Platz und wärmt sich gleich mit Birdie am Par 5 zur Eröffnung auf. Die frühe Spitzenposition festigt der spielstarke Deutsche mit weiteren Schlaggewinnen auf der 5. und 7. Bahn. Erst am hautengen, langen 8. Loch gibt Hurly erstmals einen Schlag und auch die Führung ab. Nach dem Turn verteidigt Long das Ergebnis souverän und schreibt mit 70 Schlägen gut positioniert an.

Auch Martin Kaymer darf sich über einen gelungenen Beginn freuen. Gleich die schwere 2. Bahn spendiert ihm das frühe Birdie, dem er sofort ein weiteres folgen lässt. Mit fehlerlosem Spiel und Birdie am ersten Par 5 schnappt sich Kaymer erstmals den Platz an der Sonne am Leaderboard. Der Platz spielt sich jedoch überlang und schwer in der Eiseskälte und der Düsseldorfer bekommt das erstmals nach 8 Löchern mit dem ersten Bogey zu spüren. Mit Birdie zu Beginn der Back 9 hat Deutschlands Nummer 1 aber die passende Antwort parat. Und als auch am kurzen Par 4 der 3 der Birdieputt fällt, leuchtet Position 1 neben seinem Namen auf! Auf den schweren Löchern im Finish gibt Kaymer nur am Par 3 der 6 noch einen Schlag ab und erreicht mit 68 Schlägen vorerst als geteilter Leader das Clubhaus – nur einer sollte am Nachmittag besser sein.

“Das Schlimmste war die Kälte, aber der Platz spielt sich wirklich sehr gut, die Grüns sind gut und wir hatten eine sehr nette Gruppe. 4 unter Par war wirklich ein sehr zufriedenstellender Start,” gibt sich Kaymer zufrieden.

Max Kieffer agiert am Nachmittag auch bei Kälte und Wind sehr schlagsicher und holt sich ein frühes Birdie an der kurzen 12. Bahn ab. Zum Stolperstein wird jedoch das schwerste Par 3, die 14, wo der Düsseldorfer erst nach 5 Schlägen vom Grün runterkommt. Mit zwei Birdies auf den Par 5 dreht er sein Score jedoch zurück in den roten Bereich. Ausgerechnet am letzten Par 5 geht es zurück auf Even Par, was sich bis zum Schluss nicht mehr ändern sollte.

Max Schmitt erwischt mit zwei frühen Birdies den so wichtigen guten Start ins Turnier. Erst auf den schweren Par 4-Bahnen rund um den Turn gibt er erstmals einen Schlag ab. Das stoppt auch den Vorwärtsdrang und führt am Ende nur zu einer Par-Runde.

Den heißesten Putter im unterkühlten Niederösterreich hat Bernd Ritthammer gefunden, der auf seinen ersten 8 Löchern gleich viermal erfolgreich bei seinen Birdieputts ist. Mit dem heftigen Wind hat aber auch der Bayer seine Probleme, was zu zwei Bogeys führt. Den vielversprechenden Zwischenstand von 2 unter Par verteidigt Ritthammer bis zum Schluss und liegt mit der 70 auf Position 10 nach dem ersten Tag.

Mit solidem Spiel unter einer bärenstarken Puttleistung überflügelt am Nachmittag der Spanier Alejandro Canizares noch Kaymer und führt das Feld mit 67 Schlägen bei 5 unter Par an.

Leaderboard Austrian Golf Open

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail
FOLLOW US... twitteryoutubetwitteryoutube