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Autor: Joachim Widl

Jägers Supersonntag

WYNDHAM CHAMPIONSHIP – FINAL: Stephan Jäger reitet mit der 62 volle Attacke und pflügt durch das Feld vom 62. bis auf den 13. Platz. Yannik Paul wird 36.

Yannik Paul ging mit drei Schlägen Rückstand auf die Top 10 in den letzte Golfrunde der regulären PGA Tour-Saison. Stephan Jäger lag als 62. bereits weit zurück, wollte sich jedoch ein gutes Gefühl für die Playoffs holen.

Yannik Paul setzt seine Superleistung in Greensboro anfangs auch am Sonntag fort: zuerst chippt er an der 4 zum Birdie ein, dann locht er aus 5 Metern den Eagle-Putt und ist plötzlich an den Top 10 dran. Das Dreiputt-Bogey an der 7 bremst den Vorwärtsdrang auch nicht, ein, denn der ehemalige US College-Golfer kontert sofort am nächsten Grün aus drei Metern mit Birdie.

Der Putter gibt und der Putter nimmt Yannik: an der 10 nimmt er mit drei Putts aus 7 Metern, die wieder einen Schlag kosten. Auch am 11. Grün muss der dreimal ansetzen, Bogey. Als dann an der 13 der Grünbunker im Weg steht, ist Paul endgültig zurück auf Anfang und bis auf Position 40 zurückgereicht. Ein Zweiputt-Birdie am letzten Par 5 erlaubt mit der 69 (-1) doch noch ein abschließendes rotes Tagesscore, das am Ende für Platz 36 reicht. Im Non Member Ranking sammelt Paul somit weitere wichtige Punkte in Hinblick auf die Korn Ferry Finals, die sogar noch den Weg auf die PGA Tour ebnen könnten.


Stephan Jäger hat anfangs noch Probleme sich auf den Greenspeed einzustellen und bezahlt das mit dem Bogey nach drei Putts in der frühen Phase. Bis zum Turn nutzt der Münchner jedoch gleich drei Chancen aus Distanzen zwischen einem und fünf Metern um bereits einiges an Boden gutzumachen.

Auf den vorderen 9 läuft der Jäger-Express unter vollem Dampf: vier perfekte Annäherungen in Serie lassen dem Putter wenig Arbeit für Birdies über. Mit einem Birdie-Doppelschlag beendet Jäger seinen Supersonntag und pusht sich mit zweitbester Finalrunde von 62 Schlägen (-8) noch bis auf Platz 13 vor. Nur der koreanische Jungstar Tom Kim, der bei 20 unter Par seinen ersten Toursieg feiert, ist mit der 61 noch besser.


3. RUNDE: Yannik Paul hat zwar am Eröffnungsloch nach zu kurzer Annäherung zu kämpfen und eröffnet mit Bogey. Danach findet der ehemalige US College-Golfer rasch den Rhythmus, legt sich einige tolle Chancen auf, die er erst am ersten Par mit Zweiputt-Birdie nutzen kann. Als Bonus fällt auch am 9. Grün der Birdieputt aus gut 9 Metern ins Loch.

Der Aufsteiger kann auch danach seine Chancen nicht nützen, verschiebt kurze Birdieputts an der 12 und 16, gerät aber dank des sicheren langen Spiels nie wirklich in Gefahr Schläge abzugeben. Für seine Geduld wird Paul im Finish belohnt, als nach genauen Grünschlägen die Birdieputts auf den beiden Schlusslöchern fallen. Mit der 67 (-3) verbessert er sich um gut 15 Ränge.


Stephan Jäger kommt am Samstag von Beginn an nicht ins Laufen, auch er auch in der Anfangsphase für eine Stunde Gewitterpause einlegen musste. Annäherungen, die zu weit weg von den Fahnen landen und verschobene Putts wechseln sich so ab. Auch das einzige Par 5 der hinteren 9 – Jäger startete an der 10 – kann er nach Chip und zwei Putts nicht nutzen. Das wird an der 17 nach Drive ins Rough mit dem ersten Schlagverlust bestraft.

Die vorderen 9 Löcher bringen endlich das erste Birdie ein, nachdem der Viermeterputt an der 1 genau passt. Über das Dreiputt-Bogey am 3. Grün darf Jäger dann gründlich nachdenken, da erneut ein Gewitter zur Pause zwingt. Mit Birdie und Eagle stürmt der Münchner in das Nachspiel am Samstag und dreht so sein Drittrundenergebnis noch zur 69 (-1).

Endergebnis Wyndham Championship

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Matti in britischer Form

CAZOO OPEN – FINAL: Matti Schmid sichert sich mit bärenstarkem Weekend das dritte Topergebnis der Saison, während Max Kieffer im geschlagenen Feld landet.

Matti Schmid ist auf britischem Boden immer für Schlagzeilen gut, wie bereits aus Amateurtagen bei der Open Championship bekannt ist. Nun sichert sich der 24-jährige aus Herzogenaurach im Kreis der Professionals sein bereits drittes Top 10-Ergebnis des Jahres.

Matti Schmid macht dort weiter, wo er am Samstag aufgehört hat, mit soliden Golfschlägen und einem feinen Händchen fürs Putten, womit er gleich am ersten Par 5 das erhoffte schnelle Birdie realisiert. Typische Sonntagsfahnen erschweren jedoch die Attacke und Schmid bleibt auch nicht fehlerfrei: vom Vorgrün der 6 muss er mit dem Putter dreimal ansetzen und fällt mit Bogey wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Am Par 5 der 9 misslingt der Versuch über Chip und Putt aus 30 Metern die 4 zu stemmen.

Am Par 5 der 11 packt Matti den Hammer aus, legt seinen Ball nach zwei Schlägen Mitte Grün ab und holt sich mit zwei lockeren Putts das nächste Birdie ab. Den Sprung unter die Top 10 vergibt er mit ausgelassenen Chancen an der 12 und 13, wo machbare Putts nicht fallen wollen. An der heute drivebaren 14 legt Schmid seinen Ball mit Power am Grün ab und puttet zweimal zum Birdie. Zum falschen Zeitpunkt verlässt ihn der Putter mit dem Dreiputt-Bogey am vorletzten Grün.

Am abschließenden Par 5 kann Matti noch einmal seine Stärken, das lange Powergolf, voll ausspielen, erreicht das letzte Grün locker mit zwei Schlägen und verabschiedet sich mit Birdie aus Wales. Die 69 (-2) sichert mit Platz 9 das dritte Top 10-Ergebnis der Saison und bringt Schmid ein großes Stück näher zu den Tourfinals.

Bei Maximilian Kieffer ist nach den desaströsen zweiten 9 Löchern in 46 Schlägen von Samstag sichtlich die Luft draussen. Zwar kann er ein frühes Bogey mit zwei Birdies rasch mehr als nur wettmachen, ein wirklicher Zug nach vorne ist jedoch nicht mehr zu erkennen.Mit der 72 schleppt sich der Führende nach dem Eröffnungstag zum brotlosen 57. Platz in die Endwertung.

Der Engländer Callum Shinkwin verteidigt routiniert seinen großen Vorsprung und gewinnt mit der 70 zum Abschluss bei 12 unter Par mit vier Schlägen Vorsprung auf den Schotten Connor Syme.

Endergebnis Cazoo Open

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Neues Siegergesicht

FINNISH CHALLENGE – FINAL: Velten Meyer triumphiert als bereits dritter Deutscher auf der heurigen Challenge Tour. Marc Hammer komplettiert den Doppelsieg.

Marc Hammer und Velten Meyer dominierten bereits den Golfsamstag von Lahti und sorgten für eine Deutsche Doppelspitze. Mit Freddy Schott auf Platz 8 und Alex Knappe als 12. hatte Golfdeutschland vor dem Finale gleich vier heiße Eisen im Feuer.

Meyer zieht früh davon

Überraschungsmann Velten Meyer setzt das Vorhaben, weiterhin unbekümmert zu attackieren, gleich am Eröffnungsloch perfekt um, indem er mit Eagle loslegt, übrigens bereits dem 5. in der Turnierwoche. Marc Hammer an Meyers Seite im rein Deutschen Topflight macht mit Birdie, Birdie Druck, übertreibt jedoch an der schweren 3 die Attacke und muss seinen Landsmann vorerst mit Doppelbogey ziehen lassen. Mit dem Birdie an der 5 baut der Tourneuling den Vorsprung bereits auf drei Schläge aus.

Nachdem Meyer und Hammer jeweils ihre Front 9 mit Birdie abschließen, bleibt Meyers Guthaben für die letzten 9 Löcher weiterhin bei drei Schlägen. Während Meyer auf und davonzieht, gefährdet Hammer mit zwei Bogeys sogar den greifbar nahen zweiten Platz. Hammer sichert aber mit zwei späten Birdies den zweiten Platz ab, nach dem Sieg zuletzt in Österreich sein zweiter großer Erfolg auf der Challenge Tour.

Bogeyfrei und mit zwei Par 5-Birdies spielt Velten Meyer seinen sensationellen Sieg staubtrocken nach Hause, mit 5 Schlägen Vorsprung auch mehr als nur deutlich. Nach Knappe und Hammer ist der 27-jährige Meyer bereits der dritte Deutsche, der heuer einen Challenger für sich entscheidet.

Freddy Schott nimmt sich mit zu dicken Schnitzern, dem Doppelbogey-Start und einem weiteren Schlagverlust im birdielosen ersten Drittel, selbst früh aus dem Titelrennen. Erst auf den zweiten 9 findet er den Schwung der Vortage und dreht noch sein Score in die roten Zahlen, was zumindest mit Platz 9 noch ein Top 10-Ergebnis einbringt.

Alex Knappe kann auf den ersten 9 Löchern nur von den Par 5 profitieren, legt danach aber einen Zahn zu und macht mit einem Birdie-Dreierpack den Weg frei für das erhoffte Top 10-Ergebnis mit Platz 9.

Endergebnis Finnish Challenge

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Tag der Monsterputts

CAZOO OPEN – 3. RUNDE: Matti Schmid versenkt gleich drei Riesenputts und tankt sich mit der 66 weit nach vor. Max Kieffer strauchelt spät zur 77.

Matti Schmid sendet mit dem Eagle-Start an der 11 eine klare Botschaft, dass auch er noch viel vorhat am Moving Day. Zwei Bahnen später legt ein starkes Eisen einen weiteren Schlaggewinn auf. Jetzt ist der ehemalige Amateur-Europameister so richtig im Flow und locht zwei Riesenputts aus gut 10 Metern zu weiteren Birdies.

Ausgerechnet am Par 5 der 18 setzt es für den Longhitter das erste Bogey, als er aus dem Grünbunker das Par nicht mehr retten kann. Das an der 1 stark herausgespielte Birdie hilft auch nicht, da er kurz darauf wieder nach knapp verfehltem Grün sofort ein Bogey kassiert. Dafür locht er weiter aus allen Lagen: an der 4 aus gut 15 Metern zum Birdie. Die bärenstarke Puttleistung wird mit der 66, der zweitbesten Runde des Samstags belohnt, womit der 24-jährige bis auf Platz 11 vorkommt.


Max Kieffer scheint nach dem Absturz vom Freitag die Sicherheit vom Auftakt wiedergefunden zu haben und schießt mit einem Birdie-Doppelschlag von der 11 weg aus den Startlöchern. Nur zwei Bahnen lang könnt sich der Düsseldorfer eine kurze Pause, ehe er erneut mit dem Putter zuschlägt. Als auch das Par 5 der 18 erstmals in der Woche ihm ein Birdie gönnt, dockt Kiwi wieder an den Top 10 an.

Als er auch seine Triplebogey-Bahn vom Vortag, die 1, mit gelungenem Dreimeterputt und Birdie abschließt, ist Kieffer endgültig zur heißesten Aktie am Platz avanciert. Nach einer Serie sicherer Pars setzt es aus dem Nichts heraus das Doppelbogey: Kieffer bleibt an der 4 bei der Annäherung etwas zu kurz, chippt etwas zu lang und stochert dann noch dreimal mit dem Putter herum.

Die vorher so genauen Eisen beginnen plötzlich zu streuen, und da auch das Kurzspiel nicht scharf genug ist, verspielt Kieffer mit drei Bogeys in Folge den kompletten Birdiereigen vom Beginn. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein: an der 9 schießt er gleich drei Annäherungen links Out of Bounds, da reichen nicht mehr alle Finger um das Score mit 11 Schlägen festzumachen. Die 77 (+6) wirft Kieffer endgültig in den Keller des Klassements zurück, bis auf Position 64.

Der Engländer Callum Shinwkin sorgt mit der 65 (-6) für die Tagesbestmarke und übernimmt bei 11 unter Par das Kommando.

Leaderboard Cazoo Open

 

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Finalluft zum Abschluss

WYNDHAM CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Yannik Paul und Stephan Jäger schaffen es beim letzten regulären Saisonturnier ins Finale.

Stephan Jäger und Yannik Paul bremsten frühe Bogeys zum Auftakt in Greensboro. Jäger lag nach der 69 immerhin exakt auf Cutkurs, während Paul zwei Schläge aufholen musste.

Stephan Jäger legt einen wilden Start in den Freitag hin, mit abwechselndem Birdie-Bogey-Pingpong. Ungenaue Eisen ins 11. und 13. Grün werden von lasergenauen Grünschüssen wie an der 12 und 15 abgelöst, womit er nach dem ersten Drittel unter dem Strich ausgeglichen bilanziert. Stress kommt wieder an der 18 nach leicht überschlagenem Grün auf, was nach verschobenem Par-Putt im bereits dritten Bogey endet.

Das Hin und Her geht auch auf der hinteren Platzhälfte weiter, wobei kaum ein Up & Down zum Par gelingt, aber auch immer wieder tolle Birdieputts fallen. Vor dem letzten Drittel fehlen allerdings dank der hohen Fehlerquote gut zwei Schläge auf den Finaleinzug. Da ist es wenig hilfreich, dass er genau diese tollen Chancen, wie am letzten Par 5 nicht nutzen kann.

Jäger beweist aber eiskalte Nerven, locht auf den letzten beiden Grüns Birdieputts aus 4 und 5 Metern und marschiert mit der 70 zur Halbzeitmarke von 1 unter Par. Erst am Samstag fest, nachdem auch die letzten vier Spieler ihre zweite Runde beendet hatten, dass Jäger als 65. auch noch ins Weekend rutscht.


Yannik Paul stopft gleich auf seinem zweiten Grün, der 11, einen 9 Meter-Putt zum Birdie und bewegt sich somit rasch in die richtige Richtung. Diese hält er konsequent bei und holt sich auf einem Par 5 mit zwei Putts und nach zwei perfekten Annäherungen noch vor dem Turn drei weitere Birdies ab. Alles in Par lautet dann die Devise nach der Halbzeit, die immerhin die 66 absichert und den ersten Finaleinzug bei einem vollen PGA Tour-Event einbringt.

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Deutsche Doppelführung

FINNISH CHALLENGE: Marc Hammer und Velten Meyer dominieren den Golfsamstag von Lahti und sorgen für eine Deutsche Doppelspitze.

Freddy Schott (63), Marc Hammer (62) und Velten Meyer (62) pushten sich am Freitag mit ultratiefen Runden in die Pole-Position fürs Weekend, wobei die besten 6 nur durch zwei Schläge getrennt sind. 

Am Samstag wird aufgrund problematischer Wettervorhersage bereits sehr früh und von zwei Tees gestartet.

Velten Meyer setzt seine erfrischende Vorstellung weiter fort: der Tourneuling versenkt bis zum Turn nicht weniger als vier Birdies und schließt sogar zur Führung auf. Zum zweiten Mal in dieser Woche nutzt er das kurze Par 4 der 13 zum Eagle und auch das Par 3 der 13 zum Birdie. Mit der 65 (-7) legt Meyer die Latte im Clubhaus bei stolzen 19 unter Par.

Marc Hammer hat anfangs sichtlich Mühe bei der Birdiearbeit, punktet aber mit fehlerlosem Golf, da reichen selbst zwei Birdies auf den Front 9 um die Spitze knapp zu verteidigen. Hammer muss sich gehörig strecken um mit spätem Birdie die 67 zu scoren und damit für eine Deutsche Doppelführung bei 19 unter Par zu sorgen.

Freddy Schott verschiebt zu viele Putts und tritt sich zu allem Überfluß das Doppelbogey am nicht allzu schwierigen Par 5 der 9 ein. Ein Birdie-Doppelpack auf den Back 9 dreht wenigstens sein Tagesergebnis zurück in die roten Zahlen. Das Finish verpatzt Freddy jedoch mit zwei Bogeys und muss mit der Par-Runde als 8. die Spitze um 5 Schläge davonziehen lassen.

Alex Knappe lässt es bei neuerlich perfekten Scoringbedingungen auf den ersten 9 Löchern mit gleich 5 Birdies ordentlich krachen, übertreibt aber auf beiden Par 3 die Attacke und kassiert dort jeweils das Bogey. Mit guter Temperatur am Putter bolzt Knappe weiter über den Platz, sammelt in Summer 8 Birdies ein und arbeitet sich mit der 67 bis auf Position 12 vor.

Leaderboard Finnish Challenge

 

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Licht und Schatten

CAZOO OPEN – 2. RUNDE: Max Kieffer ist am Freitag mit der 76 ein Schatten vom Vortag, cuttet aber gemeinsam mit Matti Schmid.

Max Kieffer beherrscht zum Auftakt in den Morgenflights die walisische Ryder Cup-Wiese von Celtic Manor mit 68 Schlägen am besten und war am Ende des Tages immer noch Vierter. Marcel Schneider ist nach der 70 immerhin in den Top 20 zu finden, muss aber am Freitag leider verletzungsbedingt aufgeben, genauso wie Nicolai von Dellingshausen. Die übrigen Deutschen kassierten zum Teil hohe Nummern.

Max Kieffer muss bis am späteren Nachmittag warten um überhaupt abzuschlagen, steckt die Warterei aber routiniert weg und startet schon einmal elegant mit Par 5-Birdie. Das sofort folgende Bogey nach Dreiputt lässt erahnen, dass dem Düsseldorfer nicht mehr alles so leicht von der Hand gehen sollte. Ein perfektes Eisen ins 15. Grün ebnet aus kurzer Distanz zwar das nächste Birdie, Schläge in die Fairway- und Grünbunker auf den nächsten beiden Löchern bringen jedoch erneut Ungemach in Form von Bogeys.

Ganz dick kommt es zu Beginn der vorderen 9, nachdem der Abschlag weit links weg geht und Kieffer nachladen muss und seinen dritten Schlag im Fairwaybunker versenkt. Von dort geht es ab in den Grünbunker und zu einer kniffligen Rechenaufgabe, wo er bis 7 zählen muss um am Ende zum Triplebogey einzulochen. Danach nimmt er unfreiwillig und vor allem gleich für drei Löcher am Bogeyzug Platz, an dem ein Fairwaybunker, ein Dreiputt vom Vorgrün und eine verzogene Annäherung Schuld sind.

Bis an die Cutmarke abgerutscht verschafft er sich mit dem Birdie am letzten Par 3 wieder ein wenig Luft. Das setzt neue Kräfte frei, mit einem letzten Birdie bringt Kieffer wenigstens die 76 (+5) ins Clubhaus und kann damit den Schaden mit einem Mittelfeldplatz noch etwas in Grenzen halten.


Matti Schmid kann die Fehlerquote gegenüber dem Vortag deutlich minimieren, auch wenn sich erneut ein Doppelbogey auf der Scorekarte einnistet. Mit vier Birdies bringt er auf dem schweren Kurs eine wertvolle Par-Runde herein, die ihm sogar noch Chancen auf den Cut gibt.

Hurly Long schafft ebenfalls die 71, sein Rückstand war jedoch bereits zu groß vom Vortag, was ihm genauso wie Marcel Siem (76) am Wochenende die Zuschauerrolle umhängt.

Der Franzose Julien Guerrier übernimmt mit einer zweiten beständigen Runde von 68 Schlägen die Spitze bei 7 unter Par, zwei Schläge vor Callum Shinkway (ENG) und Johannes Veerman (USA).

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Deutsche dominieren zur Halbzeit

FINNISH CHALLENGE – 2. RUNDE: Freddy Schott, Marc Hammer und Velten Meyer pushen sich mit ultratiefen Runden in die Pole-Position fürs Weekend.

1. RUNDE: Alex Knappe zeigte zuletzt in Irland ansteigende Form und kommt mit gestärkstem Selbstvertrauen nach Finnland. Jetzt soll es in Lahti, dem nördlichsten Tourstopp des Jahres, noch weiter Richtung Norden am Leaderboard gehen. Im Vierumäki Golf Resort nördlich von Lahti ist erneut eine starke Deutsche Truppe unter anderem mit Freddy Schott, Marc Hammer und Max Schmitt im Golfeinsatz.

Freddy Schott stolpert mit einem Par 5-Bogey ins Turnier, erholt sich aber rasch von dem Schock und arbeitet sich Birdie für Birdie langsam nach vor. Auf den Back 9 erwischt der Aufsteiger eine heiße Phase, in der er vier Birdieputts in Folge versenkt und so den Grundstein zur bärenstarken 67 legt.

Marc Hammer lässt sich von einem frühem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und dreht nach dem ersten Birdie am 7. Grün noch so richtig auf. Die 68 (-4) gibt dem Adamstal-Champion alle Chancen für den weiteren Turnierverlauf.

Auch Alex Knappe erwischt von der 10 weg einen Blitzstart und sichert sich rasch ein Birdie und sogar ein Eagle. Mit drei Bogeys verspielt er zwischenzeitlich alles wieder, findet aber noch rechzeitig den Reset-Button um mit weiteren Schlaggewinnen die 68 (-4) zu retten.

Dominic Foos verschläft am Morgen den Start, zwei Bogeys rütteln ihn jedoch wach. Der fünffache Birdiekonter legt am Ende sogar noch die brauchbare 69 (-3) auf.

Max Schmitt bestätigt den Aufwärtstrend vom Heimturnier zuletzt und katapultiert sich mit einem Birdie-Hattrick spektakulär ins Turnier. Danach bremst sich der Rheinhesse deutlich ein, bringt sich am Ende mit der 70 (-2) immerhin auf Cutkurs.


2. RUNDE: Freddy Schott hat am Freitag anfangs Mühe seinen Putter auf Betriebstemperatur zu bringen, hält sich aber von fehlerlosem Spiel gut in Position. Nach einer Stunde hat er sein Visier korrekt eingestellt und locht einen Putt nach dem anderen. Nach 12 gespielten Löchern und dem 5. Birdie übernimmt Schott die Führung bei 10 unter Par! Er reagiert auch auf die supertiefen Scores der Kollegen rund um ihn, legt im Finish noch drei Birdies nach und postet die fantastische 63 zur frühen Clubhausführung bei 14 unter Par.

Marc Hammer folgt Schott’s Spuren als Tiefflieger in Finnland und brennt bereits in der Anfangsphase mit zwei Birdies und einem Eagle eine Supershow ab. Birdie für Birdie legt der Newcomer nach und überflügelt Schott bald bei 13 unter Par als neuer Spitzenreiter. Am Ende markiert er gemeinsam mit dem Schweden Björn Akesson neuen Platzrekord von 62 Schlägen und teilt sich zu Mittag den Platz an der Sonne gemeinsam mit Freddy bei 14 unter Par.

Velten Meyer erwischt ebenfalls einen Supertag und bringt einen brandheißen Putter mit auf den Platz. Gleich zwei Eagles, wobei er am Par 4 der 13 sogar seine Annäherung direkt einlocht, würzt er mit einer Lawine an Birdies und postet als dritter Spieler die 62 um das Leaderboard mit Platz 5 zu einer überwiegend deutschen Angelegenheit zu machen.

Alex Knappe als 13. (-8), Bernd Ritthammer als 31. (-6) und Max Schmitt als 44. (-5) komplettieren die Galavorstellung zur Halbzeit in Finnland.

 

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Schleppender Start

WYNDHAM CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Stephan Jäger und Yannik Paul bremsen frühe Bogeys zum Auftakt in Greensboro.

Stephan Jäger sagt Dankeschön für die neue PGA Tourkarte, die er sich mit seinem besten Ergebnis der Karriere in Detroit hart erarbeitet hat. Entsprechend locker kommt der Bayer nach Greensboro, wo mit der Wyndham Championship das letzte reguläre Saisonturnier ausgetragen wird, ehe er zu seinen ersten FedExCup Playoffs weiterreisen wird.

Der Beginn ist allerdings wenig verheißungsvoll: zuerst hat Jäger Pech mit einem Ball in unmöglicher Lage nahe der Bunkerkante, dann verzieht er die Annäherung auf die falsche Seite und lässt sich einen zu schweren Chip auf die kurze Fahne: beides wird mit Bogey bestraft. Der Deutsche steigert sich jedoch, schlägt plötzlich gute Annäherungen und stellt noch vor der Halbzeit sein Ergebnis wieder auf Even Par zurück.

Zweimal schießt Jäger noch nah zu den Fahnen, sammelt dafür den verdienten Lohn auf, leistet sich aber auf dem schweren Kurs auch noch ein Bogey nach weggepulltem Grünschuß. In Summe reicht es auf dem Par 70-Kurs für eine zartrote 69, die ihn zumindest als 58. auf Kurs Richtung Wochenende bringt.


Mit später Startzeit greift auch Yannik Paul ins Turniergeschehen ein, dank einer Einladung. Der Newcomer legt aber einen nervösen Start hin, trifft kein Grün und kann sich auch nicht mit dem feinen Händchen retten – drei Bogeys nach ebenso vielen Löchern sind die Folge. Der Ärger darüber wirkt befreiend, mit Eagle am ersten Par 5 landet Paul einen spektakulären Befreiungsschlag. Aber noch vor dem Turn gibt er nach verzogenem Drive wieder einen Schlag ab. Auf den Back 9 steigert sich Paul, quetscht noch zwei Birdies aus seinem Spiel und schreibt immerhin mit der 71 (+1) auf Platz 109 an, zwei Schläge hinter der vorläufigen Cutmarke.

Mit einer Auftaktrunde von 61 Schlägen (-9) zeigt John Huh (USA), was der Platz in Greensboro scoremäßig hergab. Sungjae Im (KOR) als Zweiter schiesst mit der 63 ebenfalls ultratief.

Leaderboard Wyndham Championship

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Kieffer hat alles im Griff

CAZOO OPEN – 1. RUNDE: Max Kieffer beherrscht am Vormittag die walisische Ryder Cup-Wiese von Celtic Manor mit 68 Schlägen am besten und ist am Ende des Tages immer noch Vierter.

Als Muster an Beständigkeit bewies sich Hurly Long bei den ersten beiden Stationen im UK-Swing der DP World Tour. Nun hofft der 18. im Race to Dubai auch bei der Cazoo Open, die vom walischen Fussballstar Gareth Bale mitgetragen wird, das nächste Topergebnis aus dem Ärmel schütteln zu können. Mit Max Kieffer, Nicolai von Dellingshausen, Marcel Siem, Marcel Schneider und Matti Schmid ist Golfdeutschland im renommierten Celtic Manor Resort wieder top aufgestellt.

Max Kieffer zieht am berühmten Ryder Cup-Kurs von 2010 in Celtic Manor bei unangenehmem Wind sein gewohnt sicheres Spiel auf und holt sich am ersten Par 5 über Chip und Putt das schnelle Birdie ab. Eine verzogene Annäherung ins 6. Grün führt aber bald zum ersten Bogey, das er noch vor dem Turn am nächsten Par 5 mit Birdie ausgleicht. Nachdem auch am dritten Par 5 der Birdieputt im Loch verschwindet mischt Kiwi endgültig ganz vorne mit. Als Draufgabe versenkt er noch den Zehnmeterputt zum Birdie an der 16 und postet mit 68 Schlägen (-3) die tiefste Runde nach der Vormittagsgruppe, die am Tagesende noch für Platz 4 reichen sollte.


Marcel Schneider macht sich am Nachmittag mit zwei Birdies im ersten Drittel auf die Verfolgung seines führenden Landsmanns. Aber auch er muss dem schweren Parcours mit drei Bogeys Tribut zollen, rettet aber bei etwas besseren Spielbedingungen die zartrote Runde von 70 Schlägen (-1).

Die weiteren Deutschen werden eiskalt erwischt und ziehen hohe Nummern, wie Marcel Siem (74), Matti Schmid und Nicolai von Dellingshausen (75) oder Hurly Long (76).

Leaderboard Cazoo Open

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